Gleichbleibender Steuerfuss in Aeugst

Gemeindeversammlung genehmigte das Budget 2026

Gemeinderätin Nicole Beck präsentiert das neue Zertifikat für das Label «Energiestadt» (links Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer). (Bild Marianne Voss)
Gemeinderätin Nicole Beck präsentiert das neue Zertifikat für das Label «Energiestadt» (links Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer). (Bild Marianne Voss)

An der Gemeindeversammlung in Aeugst am vergangenen Dienstag nahmen 57 Stimmberechtigte teil. Auf der Traktandenliste standen nur das Budget 2026 und der Steuerfuss. Das Budget sieht bei einem Gesamtaufwand von 13.9 Millionen und einem Ertrag von 14.1 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von gut 200 000 Franken vor – dies bei einem unveränderten Steuerfuss von 71 Prozent.

Der Gesamtsteuerfuss zusammen mit der Sekundarschule liegt bei 92 Prozent. Finanzvorstand Matthias Ramer erklärte, dass der Mehraufwand im Vergleich zum Vorjahresbudget um 7,5 Prozent und der Mehrertrag um 10 Prozent gestiegen ist. Höhere Kosten sind in den Bereichen Soziale Sicherheit, Jugendschutz und Gesundheit zu beobachten. Mit weniger Aufwand wird in der Primarschule gerechnet, da die Schülerzahlen stark zurückgegangen sind. Im Investitionsbudget sind zwar nicht viele, aber kostenintensive Projekte aufgeführt. So ist für den Ersatz von zwei Wasserleitungen mit 450 000 Franken zu rechnen und für die Neugestaltung von zwei Bushaltestellen mit 814 000 Franken. Fragen gab es zum Beispiel zum erhöhten Unterstützungsaufwand im Asylbereich und zu den teuren Bushaltestellen. Letztere betreffend erklärte Tiefbauvorstand Christoph Berberat, dass die barrierefreie Gestaltung gemäss Behindertengesetz vorgeschrieben und keine billigere Lösung möglich sei.

Die Gemeindeversammlung genehmigte das Budget mit einer Gegenstimme. Der Gesamtsteuerfuss von 92 Prozent wurde einstimmig angenommen.

Aeugst ist weitere vier Jahre «Energiestadt»

Nach dem offiziellen Teil gab es noch etwas zu feiern: Gemeinderätin Nicole Beck, zuständig für Energie und Umwelt, konnte das erneuerte Zertifikat für das Label «Energiestadt» präsentieren. «Wir haben die Rezertifizierung mit 70,4 Prozent der möglichen Punkte erreicht», betonte sie, hocherfreut über das gute Resultat. «Aeugst ist und bleibt also weitere vier Jahre ‹Energiestadt›.»

Gisèle Stoller Laubi, Gemeinderätin für Soziales, berichtete vom Workshop, in dem es um mehr Begegnungsorte in der Gemeinde ging. Es seien elf Freizeitaktivitäten gesammelt worden. Im Januar gehe es weiter unter dem Namen «Aeugst aktiv».

Grüngut-Abfuhr wird kostenpflichtig

Zum Schluss ging es noch um die kostenpflichtige Grüngut-Abfuhr, deren Umsetzung am ersten Januar 2026 beginnt. Zudem informierte Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer über das Wahlpodium am 29. Januar, wo sich die Kandidierenden vorstellen werden. Mit den besten Wünschen für die Festtage schloss sie nach einer knappen Stunde die Versammlung.

Weitere Artikel zu «Bezirk Affoltern», die sie interessieren könnten

Landwirt beim Heuwenden bei Bonstetten: Für einen zweiten Schnitt hat das Gras noch gereicht, ob es für einen üblichen dritten Schnitt reichen wird, gilt derzeit als eher unwahrscheinlich. (Bilder Daniel Vaia)
Bezirk Affoltern13.08.2026

Die grosse Trockenheit

Zwei Monate Hitze und praktisch keine Niederschläge: Die Spuren im Säuliamt sind unübersehbar
Bis vor Kurzem Gegnerinnen, jetzt gemeinsam im Team: Die neu gegründeten C-Juniorinnen des FF Albis Süd. (Bild zvg)
Bezirk Affoltern13.08.2026

Geeint zum Start der Saison

«Frauenfussball Albis Süd»: Erstmals wird gemeinsam Fussball gespielt
So soll der Erweiterungsbau des Sammlungszentrums in Affoltern eines Tages ausehen. Derzeit ist ungewiss, wann der  Baustart erfolgt. (Visualisierung Zimmermann Sutter Architekten AG/indievisual.ch)
Bezirk Affoltern13.08.2026

Ergänzungsbau verzögert sich

Sammlungszentrum: Wegen eines hängigen Verfahrens erfolgt der Baustart nicht wie geplant