Grossandrang und ausschliesslich Sieger
Das Kispi-Rehazentrum in Affoltern hat zum Tag der offenen Tür und zum «Kids Cup» empfangen
«Heute sind alle Sieger», betonte Luk De Crom. Der Pflegedienstleiter im Kispi-Rehazentrum würdigte am Samstagmittag die Leistungen am Kids Cup für Kinder mit körperlicher Beeinträchtigung. Entsprechend wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sprint- und Wurf-Wettkampfs gleichermassen geehrt. Und De Crom versprach ihnen, dass in Affoltern auch im folgenden Jahr wieder ein Kids Cup stattfinden wird.
Die Preise überreichten keine Geringeren als die Para-Athleten Abassia Rahmani, amtierende Europameisterin über 200 m, und Philipp Handler, EM-Dritter über 200 m. Rahmani hat vor neun Jahren als Folge einer Virusinfektion beide Unterschenkel verloren. Seit fünf Jahren betreibt sie aktiv Leistungssport. «Das bringt mir auch im Alltag viel», sagt sie. Darum sei es wichtig, Kinder zu Bewegung zu motivieren.
Dass Leute mit körperlicher Beeinträchtigung sich sportlich betätigen können, das findet auch Philipp Handler fördernswert. Der Sprinter ist selber komplett farbenblind, extrem lichtempfindlich und hat eine Sehschärfe von weniger als 10%. Sein grosses Ziel sind die Paralympics in Tokio 2020. Bis da will er seine persönliche Bestzeit über 100 m auf unter 11 Sekunden bringen.
Wetterbedingt konzentrierte sich das Besucheraufkommen weitgehend aufs Innere des Rehabilitationszentrums. So bot sich Gelegenheit, die vier neuen Familienzimmer zu erkunden. Bevor es in den neuen Medi-Raum ging, mussten die Hände desinfiziert werden. Wie gründlich das im Einzelfall gelang, darüber gab eine Schwarzlicht-Box Aufschluss. Der Desinfektionslösung war nämlich ein Fluoreszenzmittel beigemischt. Rege genutzt wurden auch die Angebote im Therapiekubus «Mäxi». Von der Kletterwand über den Wahrnehmungsparcours im Obergeschoss bis zum Rollstuhl-Parcours und dem Gehtraining mit dem Laufroboter unten im Ganglabor.










