Grossandrang und ausschliesslich Sieger

Das Kispi-Rehazentrum in Affoltern hat zum Tag der offenen Tür und zum «Kids Cup» empfangen

Besonders beliebt bei den jungen Gästen: Die Indoor- Kletterwand im neuen Therapietrakt Mäxi.

Besonders beliebt bei den jungen Gästen: Die Indoor- Kletterwand im neuen Therapietrakt Mäxi.

Vorbilder: Die Para-Athleten Philipp Handler und Abassia Rahmani sowie Hürdenläufer Kariem Hussein (von links) stellten sich den Autogramm- und Selfie-Wünschen. <em>(Bilder Thomas Stöckli)</em>

Vorbilder: Die Para-Athleten Philipp Handler und Abassia Rahmani sowie Hürdenläufer Kariem Hussein (von links) stellten sich den Autogramm- und Selfie-Wünschen. <em>(Bilder Thomas Stöckli)</em>

Spannende Erfahrung: Gehtraining mit dem unterstützenden Laufroboter.

Spannende Erfahrung: Gehtraining mit dem unterstützenden Laufroboter.

Sind die Hände wirklich sauber? Schwarzlicht und ein Fluoreszenz-Zusatz in der Desinfektionslösung machens sichtbar.

Sind die Hände wirklich sauber? Schwarzlicht und ein Fluoreszenz-Zusatz in der Desinfektionslösung machens sichtbar.

«Heute sind alle Sieger», betonte Luk De Crom. Der Pflegedienstleiter im Kispi-Rehazentrum würdigte am Samstagmittag die Leistungen am Kids Cup für Kinder mit körperlicher Beeinträchtigung. Entsprechend wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sprint- und Wurf-Wettkampfs gleichermassen geehrt. Und De Crom versprach ihnen, dass in Affoltern auch im folgenden Jahr wieder ein Kids Cup stattfinden wird.

Die Preise überreichten keine Geringeren als die Para-Athleten Abassia Rahmani, amtierende Europameisterin über 200 m, und Philipp Handler, EM-Dritter über 200 m. Rahmani hat vor neun Jahren als Folge einer Virusinfektion beide Unterschenkel verloren. Seit fünf Jahren betreibt sie aktiv Leistungssport. «Das bringt mir auch im Alltag viel», sagt sie. Darum sei es wichtig, Kinder zu Bewegung zu motivieren.

Dass Leute mit körperlicher Beeinträchtigung sich sportlich betätigen können, das findet auch Philipp Handler fördernswert. Der Sprinter ist selber komplett farbenblind, extrem lichtempfindlich und hat eine Sehschärfe von weniger als 10%. Sein grosses Ziel sind die Paralympics in Tokio 2020. Bis da will er seine persönliche Bestzeit über 100 m auf unter 11 Sekunden bringen.

Wetterbedingt konzentrierte sich das Besucheraufkommen weitgehend aufs Innere des Rehabilitationszentrums. So bot sich Gelegenheit, die vier neuen Familienzimmer zu erkunden. Bevor es in den neuen Medi-Raum ging, mussten die Hände desinfiziert werden. Wie gründlich das im Einzelfall gelang, darüber gab eine Schwarzlicht-Box Aufschluss. Der Desinfektionslösung war nämlich ein Fluoreszenzmittel beigemischt. Rege genutzt wurden auch die Angebote im Therapiekubus «Mäxi». Von der Kletterwand über den Wahrnehmungsparcours im Obergeschoss bis zum Rollstuhl-Parcours und dem Gehtraining mit dem Laufroboter unten im Ganglabor.

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