Häuser erzählen ihre Geschichten
Einweihung des historischen Rundgangs durch Hausen

Jetzt ist für alle sichtbar, woran die Arbeitsgruppe Archiv in Hausen während vier Jahren intensiv am Werk war. An 43 Gebäuden in der Gemeinde Hausen – von Türlen bis zum Schweikhof – sind nun Tafeln angebracht, die mit Bild und Text über die Geschichte der Liegenschaften informieren. Ein QR-Code führt zu ausführlicheren Erläuterungen und weiteren Bildern. Die Häuser erzählen den Besuchenden von ihrer Entstehung und ihren Nutzungen. Es öffnen sich Türen in die Vergangenheit, und man erhält auch Einblick in das Leben früherer Zeiten im Dorf Hausen und seinen Weilern. Hausen war – auch bedingt durch die Kurgäste des Heilbads Albisbrunn und die Seidenweberei Weisbrod-Zürrer – ein Dorf mit einem vielseitigen Angebot an Einrichtungen und Dienstleistungen. Es wurde Käse produziert, Brot gebacken, es gab verschiedene Restaurants und Gewerbe wie die Schneiderei, die Schmiede oder die Schuhmacherwerkstatt.
Herausforderungen und Entscheidungen
Am vergangenen Samstag wurde der historische Dorfrundgang offiziell eingeweiht. Den Rahmen dazu bot der Frühlingsanlass des Verschönerungsvereins Hausen (VVH). Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen viele interessierte Gäste auf den Platz vor dem «Löwen» und gaben ihrer Wertschätzung für das grosse Werk Ausdruck. Die Hauptprotagonisten sind René Marthaler und Martin Elmiger, die auf einen grossen Bilder- und Textfundus Zugriff hatten und sich mit den beiden bereits erschienen Büchern nicht zufriedengaben. «Das genügte uns nicht, es brauchte mehr. Die Informationen sollten unters Volk», erklärte René Marthaler. So entstand die Idee für den historischen Rundgang mit Informationstafeln. Die Arbeit bot einige Herausforderungen und stellte die Gruppe vor viele Entscheidungen. Es ging unter anderem darum, das Format der Tafeln zu bestimmen, die Gebäude zu bestimmen, mit den Eigentümern Kontakt aufzunehmen, die Bilder auszuwählen, die Texte zu schreiben, die Tafeln zu produzieren oder den Auftritt im Internet einzurichten. Durch die finanzielle Beteiligung der Hausbesitzenden und die Unterstützung durch die Gemeinde stand dem Projekt auch auf der Kostenseite nichts im Weg.
Lesen Sie hier weiter.


