Hausen hat jetzt eine G.v.H.-Erinnerungsbank

An der Kreuzung Heischerstrasse/Bachstrasse steht seit letztem Donnerstag eine bunte Künstlerbank im Gedenken an das Hausemer Künstleroriginal «Guschti vo Huuse».

Kasimir Winiger, Sohn des 2013 verstorbenen Künstleroriginals Guschti vo Huuse, und der Wohlemer Maler und Street-Art-Künstler Pirmin Breu (rechts) übergeben die G.v.H.-Erinnerungs-Sitzbank zur Nutzung der Öffentlichkeit. (Bild Urs E. Kneubühl)
Kasimir Winiger, Sohn des 2013 verstorbenen Künstleroriginals Guschti vo Huuse, und der Wohlemer Maler und Street-Art-Künstler Pirmin Breu (rechts) übergeben die G.v.H.-Erinnerungs-Sitzbank zur Nutzung der Öffentlichkeit. (Bild Urs E. Kneubühl)

Acht Jahre nach dem Tod des Hausemer (Lebens-)Künstlers und Originals ­Guschti vo Huuse (G.v.H.) – eigentlich August Winiger – und vier Jahre nach der Verkaufsausstellung im April 2017, deren Erlös zugunsten einer Erinnerungsbank im Heisch ging, hat Sohn Kasimir ­Winiger das versprochene G.v.H.-Bänkli nun aufgestellt. Die bunte Sitzbank steht an der Kreuzung Heischerstrasse/Bachstrasse jedermann zum Verweilen offen. Gestaltet hat sie der bekannte Wohlemer Maler und Street-Art-Künstler Pirmin Breu, wobei er Guschtis bunte und lebendige Fantasie geschickt in die Aufmachung einfliessen liess.

Anlehnung an Guschtis verspielte Kunst

Das Sitzbänkli zeigt drei der typischen Breu-Figuren im trauten Beisammensein; die mittlere der Figuren trägt ein maskenhaftes Gesicht, wie es Guschti in seinem Bild «Grüner Heinrich» gemalt hatte. Auch Guschtis Signatur «G.v.H.» sowie ein Säuli in der Art, wie das Hau­semer Künstleroriginal solche malte, ­widerspiegeln Guschtis Geist und Schöpferkraft. Hierin lebt auch die unverkennbare Parallele zwischen den beiden Freigeistern: Sie erheitern mit erfindungs- wie geistreichen Ideen, einem Bündel an schöpferischer Fantasie und Witz, die sie in erfrischender wie inspirierender Kunst ausleben.

Darüber hinaus ist Pirmin Breu, wie G.v.H. es war, nicht nur Künstler, sondern auch Sammler – von Gegenständen wie von Eindrücken und Begegnungen mit ihrer Umwelt. Die Realisation der Bänkli-Idee entspricht deshalb auch dem Bedürfnis Breus, Kunst, Künstler und Publikum zusammenzuführen. Dies hat der Wohlemer Künstler ­unlängst auch wieder mit K-13, den von ihm initiierten Tagen der offenen ­Ateliers im Freiamt, belegt.

Und wenn der Guschtische Einfallsreichtum, der sprudelnde Fantasiequell und seine Schöpferkraft mittlerweile seit acht Jahren versiegt sind, lebt die Erinnerung an diesen liebenswerten Menschen, seine Schlauheit und seine Menschenliebe im fröhlichen G.v.H.-Sitzbänkli im Heisch in Hausen weiter.

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