Hohe Erträge und gute Qualität

Die Getreideernte dauerte nur vier Wochen und ist bereits abgeschlossen

Dieses Gerstenfeld bei Kappel war Mitte Juni schon fast erntereif. (Bild Marianne Voss)
Dieses Gerstenfeld bei Kappel war Mitte Juni schon fast erntereif. (Bild Marianne Voss)

Die Hitzewelle im Juni kam dem Getreide zugute. Es bestand kaum Krankheitsbefall durch zu viel Feuchtigkeit, die Ähren und Körner konnten in der beständigen Sonne perfekt ausreifen. Zudem blieb das Säuliamt von Hagel verschont. Die goldgelben Gersten- oder Weizenfelder präsentierten sich prächtig in der Landschaft, wenn die reifen Ähren sanft im warmen Sommerwind wogten. Bereits Mitte Juni – also ungefähr zwei Wochen früher als üblich – rückten die Mähdrescher aus, um die erste Gerste zu ernten. Die Landwirte konnten sich über die Erträge freuen. Xaver Amgwerd, Bereichsleiter der Sammelstellen Landi Albis, erklärt: «Sowohl die Menge wie auch die Qualität durften sich sehen lassen. Die Erträge lagen bei durchschnittlich sechs bis acht Tonnen pro Hektare. Es gab aber auch Spitzenerträge von bis zu zehn Tonnen.»

Nach der Gerste folgte nahtlos die Ernte der Weizenfelder, deren Ertrag mit durchschnittlich sieben Tonnen pro Hektare ebenfalls gut war. «Der Weizen wies dieses Jahr zudem ein hohes Hektolitergewicht aus», so Xaver Amgwerd. «Die Körner waren zwar nicht ungewöhnlich gross, aber schwer.» Das dritte Getreide im Bunde war der Raps, der so lange wie möglich stehen gelassen wurde. Starkregen könne jedoch dazu führen, dass die Schoten aufplatzen und die winzigen Rapskörner verloren gehen. «Daher wurde der Raps vor der ersten Regenperiode gedroschen.»

Um Trocknungskosten mussten sich die Landwirte diese Saison keine Sorgen machen. Das Getreide war ab Feld lagerfähig, eher zu trocken als zu feucht. Statt acht dauerte die gesamte Getreideernte nur vier Wochen, von Mitte Juni bis Mitte Juli, was für die Mitarbeiter der Getreide-Sammelstellen Mettmenstetten und Birmensdorf herausfordernd war. Oftmals arbeiteten sie auch an den Wochenenden oder nachts, damit die Landwirte mit ihren voll beladenen Wagen vorfahren und die wertvolle Fracht abladen konnten. Jetzt sind die Felder abgeerntet, und die Landi Albis hat gesamthaft gegen 6000 Tonnen Getreide angenommen.

Weitere Artikel zu «Bezirk Affoltern», die sie interessieren könnten

Wo heute eine Wiese ist, stand an der Oberholzerstrasse im Bereich zwischen Affoltern und Mettmenstetten in römischer Zeit ein Gutshof – es war wohl einer der grössten Gutshöfe im ganzen Kanton. Daniel Käch von der Kantonsarchäologie Zürich h
Bezirk Affoltern20.07.2026

Knonauer Amt war schon zur Zeit der Römer recht dicht besiedelt

Eine gross angelegte Untersuchung dokumentiert zahlreiche alte Gutshöfe und Siedlungen
Daniel Käch im Feld. (Bild Rachel D’Angelone, Kantonsarchäologie Zürich)
Bezirk Affoltern20.07.2026

«Diese Arbeit ist meine grosse Leidenschaft»

Fortsetzung des Artikels über die römische Besiedelung des Knonauer Amtes
Regelmässig führt die Reuss Hochwasser. Auf dem Bild, das Hochwasser vom 17. Juli 2021, aufgenommen von der Aargauer Seite. In der Bildmitte das besonders gefährdete Pontonierhaus Ottenbach. (Archivbild)
Bezirk Affoltern20.07.2026

Plausch und Körperpflege: «Ab in die Reuss!»

Sommerserie «Grenzen» (5): Historischer Rückblick auf den Grenzfluss Reuss