«Ich besitze die Offenheit, zuzuhören und bei Bedarf dann daraus Massnahmen abzuleiten»

Arianne Moser (60), FDP, bisher

Ich durfte berufliche Erfahrungen in leitender Funktion im In- und Ausland machen, war im Kantonsrat und engagiere mich seit 35 Jahren in der Gemeinde: in der Fürsorgebehörde, in Vereinen, als Initiantin von Musig im Dorf und nun acht Jahre im Gemeinderat. Ich besitze die Offenheit, zuzuhören und bei Bedarf dann daraus Massnahmen abzuleiten. In den acht Jahren als Finanzvorständin der Gemeinde konnten die Schulden zurückbezahlt und trotz grosser Investitionen ein Vermögen erarbeitet werden. Die Verwaltungskosten gehörten in dieser Zeit zu den tiefsten des Kantons, sodass auch der Steuerfuss um insgesamt 5 Prozent gesenkt werden konnte.

Auf der Basis eines gesunden Finanzhaushaltes und eines stabilen Steuerfusses die Gemeinde weiterentwickeln. Projekte, die mir am Herzen liegen, sind weiterhin «Wohnen im Alter», wo es nun um die Umsetzung des bewilligten Projektes geht, und die Zentrumsplanung, damit Bonstetten auch in Zukunft ein Dorf bleibt, das lebt und in dem man sich treffen kann.

Ein zentrales Thema ist die Gestaltung des Dorfzentrums. Ich hoffe sehr, dass die Bonstetter Stimmbürger dem Projekt Zentrumsplanung zustimmen werden. Es eröffnet die Möglichkeit, das Dorfzentrum als vielfältigen Begegnungs- und Lebensraum zu aktivieren.

Auch an Aufenthaltsmöglichkeiten für junge Erwachsene fehlt es aus meiner Sicht. Allerdings erwarte ich hierzu auch Vorschläge der Jungen selber.

Bonstetten hat, auch als Agglomerationsgemeinde, seinen dörflichen Charakter wahren können. Man kannte sich bisher in Bonstetten und ging respektvoll miteinander um. Es wäre schön, wenn das so bleiben würde.

Zudem sollen die Verwaltungskosten weiterhin so gut unter Kontrolle bleiben, damit das Geld für die Entwicklung des Dorfes zur Verfügung steht.

Wir arbeiten mit anderen Gemeinden zusammen, wo immer es für beide Seiten Sinn macht. Aufgrund der zunehmenden Komplexität vieler Themen ist dies bereits in vielen Bereichen der Fall. Sei es bei der Feuerwehr, Wasserver- und Abfallentsorgung, Spital, Pflegeheim, Sozialdienst und der Standortförderung.

Aber wir wollen uns die Autonomie bewahren, uns auch umorientieren zu können, wenn das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht stimmt. Autonom bleiben wollen wir sicher bei der Ortsgestaltung, soweit dies mit allen raumplanerischen Vorschriften möglich ist.

Aufgabe des Gemeinderates ist das vorausschauende, weitsichtige Weitergestalten unseres Dorfes im Interesse der Einwohnenden, nicht nur das Verwalten des Bestehenden. Ich erwarte, dass alle Gemeinderatsmitglieder anpacken und dazu einen aktiven Beitrag leisten, in ihrem Ressort und auch indem sie in den anderen Bereichen mitdenken. Ich wünsche mir kritische Auseinandersetzungen für die Sache, aber einen kollegialen Umgang untereinander als Menschen.

Als eine Gemeindepräsidentin, die zusammen mit dem ganzen Gemeinderatsteam einen Beitrag dazu leistet, dass Bonstetten ein attraktiver und lebenswerter Ort bleibt und sich das Dorf im Sinne der Bedürfnisse der Bevölkerung weiterentwickelt.

Aktuell liegt der Gestaltungsplan beim Kanton, der ihn auch noch definitiv bewilligen muss. Danach kann die Gewobag mit der Ausführungsplanung beginnen und der Gemeinde anschliessend das Baugesuch einreichen. Sobald die Baubewilligung vorliegt, kann mit dem Bau begonnen werden, also voraussichtlich 2027.

Im Bereich der Pflege müssen nun die notwendigen Bewilligungen der Gesundheitsdirektion eingeholt werden. Der Verein Spitex Bonstetten soll im ersten Halbjahr 2027 ins Leben gerufen werden. Ab Januar 2028 wird der ambulante Spitexbetrieb aufgenommen. Die Bevölkerung wird rechtzeitig informiert werden.

Wenn alles optimal läuft, kann der Bezug der Wohnungen und des Pflegeheims in vier Jahren ab heute erfolgen.

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