«Ich bin bereit, Neues zu lernen und mich zu engagieren»

Armin Töngi (63), parteilos, neu

Durch meine fast 30-jährige Tätigkeit im selbstgegründeten Unternehmen konnte ich nebst dem Aufbau und der Führung des Unternehmens zahlreiche Projekte im nationalen und internationalen Umfeld realisieren. Im interdisziplinären Team pragmatische Lösungen unter Zeit- und Kostendruck umzusetzen, war mein täglich Brot. Ich denke, dass diese Erfahrungen im Gemeinderat nützlich wären.

Nachdem ich nun meine berufliche Tätigkeit stark reduziert habe, bin ich bereit, Neues zu lernen und mich zu engagieren.

In erster Linie sollen die bereits hohe Lebensqualität und Sicherheit im Dorf erhalten bleiben. Weiter liegen mir solide Gemeindefinanzen am Herzen. Die Ausgaben dürfen mittelfristig die Einnahmen nicht überschreiten. Es stellt sich also die Frage, wo kann optimiert werden, was ist dringend notwendig und wo muss verzichtet werden. Diese Entscheidungen muss die Bevölkerung jeweils an der Urne treffen. Der Gemeinderat muss hier proaktiv mit höchstmöglicher Transparenz informieren, sodass die Entscheidungen fundiert erfolgen können.

Ottenbach ist eine Wohngemeinde und soll dies auch bleiben. Im Bereich Wohnen im Alter sehe ich einen gewissen Bedarf, aber auch bei attraktiven Wohnmöglichkeiten für Familien, sodass das Dorf lebendig bleibt. Obwohl Ottenbach im regionalen Arbeitsmarkt sehr gut integriert ist, wäre eine Stärkung des lokalen Gewerbes sehr wünschenswert. Hier sollte die Gemeinde möglichst attraktive Rahmenbedingungen schaffen.

Der ländliche Charakter, die hohe Lebensqualität, die Freundlichkeit der Menschen, welche ich in den acht Jahren, seit ich in Ottenbach lebe, kennenlernen durfte, das möchte ich nicht mehr missen. Besonders schätze ich auch die Naherholungsgebiete an der Reuss und im Wald beim Spaziergang mit meinem Hund. Ich könnte nicht akzeptieren, dass der Wald als Natur- und Wasserreservoir durch die geplanten 220 Meter hohen Windräder zerstört würde.

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