«Ich setze das Gemeinwohl ins Zentrum»

Roland Buchmann (47), parteilos, neu

Ich bin in Knonau aufgewachsen und stark mit dem Dorf verbunden. Gute Gemeindepolitik braucht Nähe zu den Menschen, Kenntnis der lokalen Gegebenheiten und Verständnis für unterschiedliche Anliegen. Neben meiner guten Vernetzung im Dorf verfüge ich über ein breites schweizweites Netzwerk aus verschiedenen Branchen, welches ich gezielt und verantwortungsvoll für Knonau einsetzen möchte.

Seit vielen Jahren übernehme ich Führungsverantwortung – im Militär als Offizier, bei der Feuerwehr sowie in meinem beruflichen Umfeld. Ich bin es gewohnt, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu tragen und unterschiedliche Interessen zusammenzuführen. Dabei setze ich das Gemeinwohl ins Zentrum, hinterfrage Bestehendes kritisch und bin bereit, eigene Interessen zurückzustellen. Ebenso wichtig ist mir, zu Fehlern zu stehen, Verantwortung zu übernehmen und daraus zu lernen.

Mir ist wichtig, dass Knonau seine Entscheidungen selbstbewusst trifft und eigenständig gute Lösungen für das Dorf erarbeitet. Konkret möchte ich unsere Infrastruktur sinnvoll und kosteneffizient erneuern. Notwendige Investitionen sollen nicht aufgeschoben werden, gleichzeitig ist jeder Franken verantwortungsvoll einzusetzen. Gezielte Massnahmen sollen Firmen und gute Steuerzahler anziehen und so Handlungsspielraum schaffen. Dieser soll genutzt werden, um für Familien attraktiven Wohnraum und ausreichende Betreuungsangebote sicherzustellen. Mir ist bewusst, dass nicht alles in vier Jahren erreicht werden kann – entscheidend ist die klare Richtung.

Ein besonderer Entwicklungsbedarf besteht im Umgang mit Wachstum und Wohnraumentwicklung. Es geht darum, genügend und bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen, ohne den Dorfcharakter von Knonau zu verlieren. Gleichzeitig müssen Themen wie Raumplanung, Infrastruktur und Finanzen aufeinander abgestimmt werden. Klare Zielbilder und realistische Prioritäten helfen, Entwicklungen vorausschauend zu steuern und tragfähige Entscheide zu treffen.

Knonau soll ein Dorf bleiben. Das lebendige Vereinsleben, die Arbeit der Kulturkommission und das Engagement vieler Initiantinnen und Initianten prägen den Charakter unserer Gemeinde.

Dieses aktive Miteinander und die gelebte Dorfgemeinschaft dürfen nicht verloren gehen.

Die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden bietet Chancen, Effizienz zu steigern und Ressourcen sinnvoll zu nutzen. Wichtig ist dabei eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, bei der Nutzen und Kosten fair verteilt sind. Knonau soll sich dort Autonomie bewahren, wo es um die konkrete Ausgestaltung geht. Was für andere Gemeinden sinnvoll ist, passt nicht automatisch auch für Knonau. Hier braucht es den Mut, eigenständig zu entscheiden und auch einmal Nein zu sagen.

Als Gemeindepräsident ist es meine Aufgabe, die Stärken jedes einzelnen Gemeinderatsmitglieds zu erkennen und gezielt einzusetzen. Dazu gehört, Verantwortung zu übertragen, Freiräume zu gewähren und gleichzeitig zu unterstützen. Ich sehe mich als jemand, der eine klare Richtung vorgibt, vorangeht und das Gremium mitnimmt. Erfolge gehören den zuständigen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, bei Schwierigkeiten trage ich als Präsident die Verantwortung.

Eine der grössten Herausforderungen für Knonau ist der knappe und teure Wohnraum, insbesondere für Familien. Ich habe selbst miterlebt, wie schwierig es ist, in Knonau eine passende Wohnung zu finden.

Mein Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die qualitativ guten und bezahlbaren Wohnraum fördern. Dazu gehört der Dialog mit Baugenossenschaften und anderen Akteuren. Komplexe Fragestellungen müssen rasch geklärt und Lösungen schrittweise umgesetzt werden.

Ich möchte die Einwohnerinnen und Einwohner ermutigen, sich aktiv am Dorfleben und an politischen Prozessen zu beteiligen. Knonau profitiert davon, wenn Engagement, Wissen und unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.

Als Gemeindepräsident möchte ich eine sachliche, konstruktive Zusammenarbeit fördern, bei der unterschiedliche Meinungen Platz haben und tragfähige Lösungen entstehen.

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