«Ich weiss, wie wichtig gemeinsame Lösungen sind»

Brigitta Trinkler (66), parteilos, bisher, kandidiert neu fürs Präsidium

Durch meine zehnjährige Erfahrung als Schulpflegerin, davon acht Jahre als Schulpräsidentin, sowie sechs Jahre als Gemeinderätin bringe ich ein breites Wissen in der Behördenarbeit sowie in der Leitung von Gemeindeversammlungen mit. Ich kenne die Strukturen und Abläufe der Gemeindepolitik und weiss, wie wichtig sorgfältige Abwägungen und gemeinsame Lösungen sind. In meiner Tätigkeit als Erwachsenenbildnerin und Coach in der Arbeitsintegration habe ich gelernt, zuzuhören, lösungsorientiert zu handeln und unterschiedliche Sichtweisen zu berücksichtigen. Ich vertrete meine Meinung, respektiere jedoch auch andere Standpunkte. Dies ermöglicht eine konstruktive und respektvolle Zusammenarbeit.

Als Finanzvorsteherin und mögliche Gemeindepräsidentin setze ich mich für gesunde Gemeindefinanzen und einen stabilen Steuerfuss ein. In den kommenden Jahren stehen mit dem Werkhof, der Sporthalle und dem Wasserreservoir wichtige Projekte an. Ebenso ist der Werterhalt der bestehenden Infrastruktur zentral. All dies erfordert eine vorausschauende Planung, klare Prioritäten und eine verantwortungsvolle Finanzführung.

Knonau ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Viele Familien mit Kindern sind zugezogen, und weitere Überbauungen sind geplant. Damit Knonau lebenswert bleibt, braucht es neben der Infrastruktur auch genügend Erholungs- und Begegnungsräume für Jung und Alt. Eine langfristige, koordinierte Planung ist entscheidend, um Wachstum und Lebensqualität in Einklang zu bringen.

Knonau ist ein lebendiges Dorf mit einem aktiven kulturellen Leben. Alteingesessene und Neuzugezogene begegnen sich, lernen sich kennen und feiern miteinander. Das aktive Vereinswesen und der starke Zusammenhalt prägen unsere Dorfgemeinschaft. In Knonau grüssen sich die Menschen noch auf der Strasse und nehmen sich Zeit für ein Gespräch. Dieses Miteinander und die gelebte Nähe sollen erhalten bleiben.

Knonau soll seinen dörflichen Charakter und seine Eigenständigkeit bewahren. Gleichzeitig gilt es, angesichts komplexerer Aufgaben und des Fachkräftemangels sorgfältig abzuwägen, was auf Gemeindeebene und was in regionaler Zusammenarbeit besser gelöst wird. Im Säuliamt bestehen bereits bewährte Kooperationen, etwa im Schulzweckverband, im Sozialdienst, bei der Dileca, der Spitex oder im Sicherheitszweckverband. Solche Partnerschaften stärken unsere Region und entlasten die Gemeinden.

Mir sind eine wertschätzende Haltung sowie ein respekt- und vertrauensvoller Umgang im Gemeinderat sehr wichtig. Zu Beginn der Legislatur soll ein gemeinsames Kennenlernen stattfinden, an dem die Regeln der Zusammenarbeit und die Legislaturziele festgelegt werden. Klare Strukturen, gute Organisation und offene Kommunikation helfen, Sitzungen effizient und lösungsorientiert zu gestalten. So werden unterschiedliche Meinungen gehört und tragfähige Lösungen gemeinsam entwickelt. Meine bisherigen Jahre im Gemeinderat haben mir gezeigt, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen und klare Rollenverständnisse sind, um erfolgreich zusammenzuarbeiten.

Die grösste Herausforderung für Knonau besteht darin, das weitere Wachstum aktiv zu gestalten. Es gilt, eine gemeinsame Vision für die Zukunft zu entwickeln und die daraus entstehenden Projekte sorgfältig zu planen, zu priorisieren und umzusetzen. Dabei soll die Bevölkerung von Anfang an mit einbezogen werden. Entscheidend ist, dass sich alle Knonauerinnen und Knonauer hier zu Hause fühlen und ihr Wohn- und Lebensumfeld ihren Bedürfnissen entspricht.

Ein zentraler Akzent ist für mich der persönliche Austausch mit der Bevölkerung. Im Gespräch zu bleiben, Bedürfnisse aufzunehmen und gemeinsam Lösungen zu finden, ist mir ein grosses Anliegen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umsetzung der Bachaufweitung beim Dorfbrunnen, die einen neuen Ort der Begegnung schaffen soll. Die weitere Gestaltung des Dorfkerns hängt von der Instandsetzung der Kantonsstrasse ab, bei der der Kanton die Federführung hat.

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