IG will das Maschwandner Naturbad retten

Interessengemeinschaft lanciert Crowdfunding

Für die Gemeinde ist die Badi finanziell nicht mehr tragbar, aber eine grosse Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich den Erhalt der 1972 eingeweihten und 2013 in ein Naturbad umgewandelten Anlage. Eine Interessengemeinschaft lanciert nun ein Crowdfunding.

Das Idyll im Bereich von Haselbach und Lorze, inmitten einer Naturlandschaft, wird von der Maschwandner Bevölkerung geschätzt und auch von Gästen aus den Kantonen Zug, Luzern, Schwyz und sogar Bern genutzt. Das Naturbad hat sich – auch dank Restaurationsbetrieb – zu einem Treffpunkt entwickelt, der über das Schwimmen hinausgeht: Es ist ein Bewegungs- und Begegnungsort.

Kein Isola mehr für die Badi

Die andere Seite der Medaille sind die Finanzen. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf rund 250000 Franken. Dazu müsste das Bad einer grundlegenden Sanierung der Wasseraufbereitung unterzogen werden. Wegen diesbezüglicher Schwierigkeiten musste es schon temporär geschlossen werden. Laut einer Machbarkeitsstudie belaufen sich die dafür notwendigen Sanierungskosten auf rund 2.2 Millionen Franken – Aufwendungen, die von der finanzschwachen Gemeinde nicht zu stemmen sind, genauso wenig wie die jährlichen Unterhaltskosten – erst recht nicht, seit der Kanton für die Badi (wie auch für die Bibliothek) keinen individuellen Sonderlastenausgleich (Isola) mehr leisten will. Ein Maschwandner Rekurs dagegen wurde abgelehnt. «Immerhin hat der Kanton in der neuen Verfügung den Passus gestrichen, wonach die Badi bis Ende September 2027 zurückgebaut werden muss», sagt Gemeindepräsident Ernst Humbel. Der Gemeinderat begrüsse die Initiative der Interessengemeinschaft ausdrücklich. Man unterstütze diese Bemühungen zwar nicht mit Geld, aber mit Know-how und gegebenenfalls mit Arbeitsleistungen, betont er.

Eine Interessengemeinschaft lanciert nun ein Crowdfunding auf lokalhelden.ch. «Wir hoffen, dass damit bald einmal etwa 100000 Franken zusammenkommen, sodass die dringendsten Unterhaltsarbeiten finanziert werden können – und wir das Bad zu Beginn der nächsten Saison öffnen können. Das sind unsere vorrangigen Ziele», sagt Ursula Wittwer, Präsidentin der IG Maschwanden. Hoffnungen bestehen jedenfalls. «Viele haben Spendebereitschaft signalisiert», fügt sie bei und freut sich über die grosse Resonanz in den sozialen Medien.

 

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