«Im Team geht alles besser als im Alleingang»

Reto Bernhard (59), parteilos, bisher

Hilfreich und nützlich sind die über dreissig Jahre als Unternehmer. Rationelles, lösungsorientiertes und unternehmerisches Denken und Handeln. Soziale Kompetenz, ehrliche – offene Kommunikation und Diskussionsbereitschaft. Führungs-/Motivation-Erfahrung und das Wissen, dass als Team alles besser geht als im Alleingang. Bereit, Verantwortung zu tragen (breite Schultern). Umsichtiger Umgang mit Ausgaben, im Wissen, dass Geld zuerst erwirtschaftet werden muss, bevor es ausgegeben werden kann.

Am 8. März steht die Urnenabstimmung zur Absichtserklärung vom Projekt Landgarten der Genossenschaft Hofgarten mit 36 Alter- und 39 Familienwohnungen an, und bei einem Ja erfolgt bis 2027 die Entwicklung eines Gestaltungsplanes, Baueingabe und dann die Realisierung bis 2030.

Am 27. September erfolgt die Urnenabstimmung über den Baukredit zur Erweiterung der Schulanlage Pünten mit einer Mehrzweckhalle und optional mit dem Ausbau von einem Generationenplatz. Beide Projekte erzielen einen grossen Mehrwert für die Infrastruktur für die Stalliker Bevölkerung aller Altersklassen, für Schülerinnen, Schüler und für Vereine. Weiter steht noch die Harmonisierung und Revision der Bau- und Zonenordnung mit Kernzonen, Gewässerabstandslinien und Waldabstandslinien an sowie eine Überarbeitung des kommunalen Verkehrsrichtplans.

Auf dem Gemeindegebiet mit knapp 8 km Länge entlang der Reppisch und des dezentralen Weilers ist es wichtig, dass der Zusammenhalt der Bevölkerung gut erhalten und ausgebaut wird. Wir möchten kein Schlafdorf werden, in dem man sich untereinander nicht mehr kennt und grüsst. Umso wichtiger ist, das Angebot von Alterswohnungen, die Deckung des Bedarfs an Schulräumen, Mehrzweckhalle und Räumen bzw. Aussenplätzen zur Nutzung für alle Altersstrukturen zu ergänzen. Wir geben auch unser Bestes, dass uns zumindest ein Restaurant «im Tal» erhalten bleibt. Das Ganze selbstverständlich mit einem ausgeglichenen, konkurrenzfähigen Steuerfuss.

Das Miteinander und Füreinander ist das A und O für eine gut funktionierende Gemeinde – Gemeinschaft. Auch soll der baulich-ländliche Charakter von Stallikon erhalten bleiben, was jedoch eine moderne Architektur neu entstehender Gebäude oder beim Umbau in gutem Einklang zum Dorfbild nicht ausschliessen, sondern ermöglichen soll. Auch der Erhalt der einmaligen Naturvielfalt und die Gemeinde als Naherholungsgebiet liegen mir sehr am Herzen.

Die bestehende Zusammenarbeit mit den Gemeinden Wettswil und Bonstetten, dazu gehören auch die Sekundarschule, Mehrfachhalle, Sozialdienst Unteramt, Feuerwehr Unteramt, Jugend-Treff, Fussballplatz und Streethockey im Moos sowie das Betreibungsamt, ist sehr gut, effizient und rationell. Ein weiteres Projekt «Frühe Kindheit» ist im Unteramt in Planung, und ich bin mir sicher, auch das wird ein Erfolg. Eine Zusammenlegung von Verwaltungsabteilungen der Gemeinden sehe ich zum heutigen Zeitpunkt nicht als gegeben. Dazu gibt es einige Gründe, um nur einige zu nennen: beim Hochbau mit unterschiedlichen BZO, beim Hoch- und Tiefbau Ortskenntnis, unterschiedliche Reglemente und verschiedene Software. Auch die Aufteilung der Kosten könnte nicht über die Anzahl Einwohner ermittelt werden, es müsste jedes Projekt einzeln abgerechnet werden. Da gehe ich davon aus, dass die Synergie und der Mehraufwand sich zum heutigen Zeitpunkt nicht rechnen würden.

Als gemeinsames Team. Im Milizsystem gibt es selten «Profis», die alle Anforderungen ihres Aufgabenbereichs zu 100 Prozent abdecken können. Umso wichtiger ist es, das gemeinsame Wissen und die Stärken der einzelnen Mitglieder gezielt zu nutzen. Wenn wir miteinander arbeiten, auch über das eigene Ressort hinaus, entstehen tragfähige Lösungen und gute Projekte. Dazu gehört auch, dass man sich gegenseitig unterstützt, bei Bedarf mitanpackt und mit gutem Beispiel vorangeht.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist zudem die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Verwaltungspersonal. Die Verwaltung sorgt für Kontinuität, Fachkompetenz und eine professionelle Umsetzung der politischen Entscheide. Wenn Gemeinderat und Verwaltung vertrauensvoll und respektvoll zusammenarbeiten, entsteht ein starkes Ganzes. Dafür danke ich dem gesamten Verwaltungsteam herzlich.

Ein herzliches Willkommen an unsere zwei neuen Ratsmitglieder Eva Kramer und Schulpräsident Mattias Kaister. Gleichzeitig ein herzlicher Dank an Ingrid Spiess und Mia Zumsteg für die wertvolle Mitarbeit im Gemeinderat.

Mir ist es ein grosses Anliegen, die mir gestellten Aufgaben und Pflichten im Sinne der Bevölkerung umzusetzen. Immer erreichbar zu sein bei Problemen und ein offenes Ohr für alle Anliegen zu haben. Dazu gehören selbstverständlich auch Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, die persönliche Begrüssung bei Anlässen und die Teilnahme am Dorfleben.

Die Planung ist grossenteils abgeschlossen und die Ausschreibung der verschiedenen Arbeiten ist im Prozess. Die Baueingabe ist erfolgt und die Bauten sind ausgesteckt. In der Baukommission Pünten werden die eingehenden Angebote geprüft und ausgewertet. Um eine möglichst hohe Kostengenauigkeit zu garantieren, werden für zirka 70 Prozent der Bausumme vergabebereite Angebote vorliegen. Die Informationsveranstaltung folgt nach den Sommerferien. Im September wird dann an der Urne über den Baukredit für die Schulhauserweiterung und den Neubau der Mehrzweckhalle sowie als Option über den Ausbau des Generationenplatzes abgestimmt.

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