In Rifferswil sind alle Sitze besetzt

Drei Kandidaten erreichten in «Wilder Wahl» das absolute Mehr

Für den Gemeinderat, die Primarschulpflege und die Rechnungsprüfungskommission wurden in Rifferswil die vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten inklusive Präsidien bereits im Dezember in Stiller Wahl bestätigt. In jeder der drei Behörden war aber noch ein Sitz vakant. Pascal von Allmen liess sich sowohl für den Gemeinderat wie auch als Bisheriger für die Schulpflege aufstellen. Er wurde in beide Behörden in Stiller Wahl gewählt, entschied dann aber Mitte Dezember, sich nur im Gemeinderat zu engagieren und die Wahl für die Schulpflege abzulehnen. Jetzt stellte er sich in sogenannt «Wilder Wahl» doch zusätzlich für die Primarschulpflege auf, da dort ein Sitz leer blieb. Ebenfalls in «Wilder Wahl» hatten sich Marco Kunz für den Gemeinderat und Thomas Wirz für die RPK aufgestellt.

Konfusion um leere Wahlzettel

Vor dem «Pöstli» warteten am Sonntagmittag die Kandidierenden beim Apéro auf die Resultate, doch diese blieben aus. Schliesslich löste sich die Runde auf, man ging nach Hause. Erst kurz vor 16 Uhr konnte die Auszählung definitiv abgeschlossen werden. Der Grund für die Verzögerung lag in einer Konfusion um die leeren Wahlzettel. «Es war nicht klar, ob diese zur Zahl des absoluten Mehrs gehören oder nicht», erklärte Gemeindepräsident Christoph Lüthi. «Bis diese Frage vonseiten des Kantons juristisch abgeklärt war, dauerte es einige Zeit.»
Die Resultate waren erstaunlich. Alle drei «wild» Kandidierenden, die handschriftlich auf dem leeren Wahlzettel aufgeführt werden mussten, erreichten das absolute Mehr und wurden somit gewählt. Die Behördensitze in Rifferswil sind für die nächste Amtsdauer vollständig besetzt. Marco Kunz erreichte mit 174 Stimmen – bei einem absoluten Mehr von 105 – ein sehr gutes Resultat. Die Stimmbeteiligung für seine Wahl lag bei 33 Prozent. Auf die Frage, warum er sich als «wild» Kandidierender noch aufgestellt habe, antwortete er: «Ich wurde gefragt und war erstaunt, dass sich niemand finden liess.» Da habe er sich Gedanken gemacht: «Du kannst doch nicht etwas nicht machen und dann über das Resultat der andern urteilen.» Diese Überlegung führte ihn zum Beschluss, etwas zu machen. «Als Gemeinderat kann ich etwas bewirken und verändern.» Er wohnt seit sieben Jahren in Rifferswil, fühlt sich wohl und schätzt die vielen Facetten und die abwechslungsreichen Aktivitäten im Dorf.

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