Intensives Jahr geht zu Ende

Das letzte Jahr vor den Erneuerungswahlen war intensiv. Da bereits Anfang 2025 feststand, dass vier Mitglieder des Gemeinderates zurücktreten würden, setzte sich der Gemeinderat zum Ziel, die laufenden Projekte so weit voranzubringen, dass sie bis Ende der Legislatur abgeschlossen werden können. Dieses Ziel konnte erreicht werden.
Für die Liegenschaft Chloster wurde eine nachhaltige Lösung erarbeitet, welche weiterhin bezahlbaren Wohnraum ermöglicht und zugleich der historischen Bedeutung des Chlosters Rechnung trägt. Nach der Durchführung des Investorenwettbewerbs bewertete eine Wettbewerbsjury im Mai 2025 die beiden eingereichten Projekte. Als klare Siegerin ging das Projekt der Genossenschaft Dorfkern in Zusammenarbeit mit der Volta Architekturwerkstatt GmbH hervor. Das Richtprojekt fand auch bei den Stimmberechtigten breite Zustimmung: An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung im September 2025 wurde dem Antrag zur Abgabe der Liegenschaft Chloster im Baurecht an die Genossenschaft Dorfkern einstimmig zugestimmt.
An der Gemeindeversammlung im Juni 2025 wurde die Harmonisierung der Baubegriffe der Bau- und Zonenordnung (BZO) genehmigt. In der Folge wurde die Revision der privaten Gestaltungspläne im Hinblick auf die harmonisierten Baubegriffe in Angriff genommen; drei Gestaltungspläne wurden bereits an die neue BZO angepasst. Die Überarbeitung der verbleibenden privaten Gestaltungspläne ist für das erste Halbjahr 2026 vorgesehen.
Die Liegenschaft an der Dorfstrasse 35a wurde renoviert und wird im Frühjahr 2026 vermietet. Die Eigentumsübertragung der Dorfstrasse 35b erfolgte Mitte Jahr. Die Renovation des 4,5-Zimmer-Hausteils wird voraussichtlich bis Mitte 2026 abgeschlossen sein, sodass eine Vermietung im dritten Quartal 2026 erfolgen kann.
Im August konnte sich die Bevölkerung an der alle drei Jahre stattfindenden Chilbi erfreuen. Besonders in Erinnerung bleiben wird der rund 25 Meter hohe Holzturm, ein eindrückliches Bauwerk aus Holz und Seilen. Der Turm war bis Ende Oktober zugänglich und bot zahlreichen Besuchern aus der ganzen Region eine eindrucksvolle Aussicht.
Im November erhielt die Gemeinde zum zweiten Mal die Rezertifizierung des Labels «Energiestadt». Mit 318,7 von 453 möglichen Punkten erzielte sie ein sehr gutes Resultat, was einem Erfüllungsgrad von 70,4 Prozent entspricht. Ebenfalls im November fand ein Workshop zum Thema «Begegnungsräume» statt, an dem sich zahlreiche Einwohnende beteiligten. Der Workshop verlief sehr erfolgreich; insgesamt konnten elf Aktivitäten definiert werden. Unter dem Namen «Aeugst aktiv» wird die Umsetzung im neuen Jahr weitergeführt. Die Umrüstung der Strassenbeleuchtung auf LED ist fast abgeschlossen; die letzte Etappe ist für 2026 geplant. Im Bereich der Verkehrssicherheit konnte dem Wunsch der Bevölkerung nach einer Tempo-30-Zone an der Breitenstrasse entsprochen werden. Die baulichen Massnahmen wurden vor Weihnachten abgeschlossen. Für die Petition «Begegnungszone im Bereich Volg-Laden» wurde ein Konzept erarbeitet; das Mitwirkungsverfahren läuft noch bis 20. Januar 2026.
Die Planung des barrierefreien Umbaus der Bushaltestellen Höchweg und Müliberg ist abgeschlossen. Die Umsetzung des Projekts ist für das Jahr 2026 vorgesehen.
Ab Anfang 2026 wird die Grüngutabfuhr verursachergerecht verrechnet. Die Grüngutbehälter müssen neu mit einer Jahresvignette oder einer Einzelvignette versehen werden.
Die Primarschule ist durch die stark sinkenden Schülerzahlen gefordert. Der Rückgang beträgt in den letzten vier Jahren 20 Prozent. Um dies aufzufangen, wurden in den altersdurchmischten Klassen mehrere Lektionen mit der Parallelklasse zusammengelegt. Seit 2025 hat die Schule einen Raum für Psychomotorik und bietet diese Therapie neu in Aeugst selber an. Der Gemeinderat dankt allen Personen, die sich in vielfältiger Weise für unsere Gemeinde engagieren und damit einen wesentlichen Beitrag zur hohen Lebensqualität und zum guten Zusammenleben in der Dorfgemeinschaft leisten. Allen Einwohnerinnen und Einwohnern wünschen wir einen guten Start ins neue Jahr.
Nadia Hausheer, Gemeindepräsidentin Aeugst


