Irritationen in Obfelden nach Caruso-Statement
Social-Media-Vorwürfe: Parteien protestieren

Für einen kleinen Schlagabtausch im Zusammenhang mit den Erneuerungswahlen in Obfelden hat Diana Caruso, Kandidatin für das Amt des Gemeindepräsidiums, auf der Social-Media-Plattform Crossiety gesorgt. In einem Beitrag moniert sie angebliche Missstände im Gemeinderat und der Verwaltung. Die Obfelderin nennt dabei auch Namen, besonders den von Gemeindepräsident Stephan Hinners, gegen den sie kandidiert. Sie schreibt unter anderem von einem «Grünliberalen» oder vom «Ehemann der Präsidentin der Kirche». Obfelden lebe im «geordneten Durcheinander». «Zuständigkeiten verschwammen, Entscheidungen blieben flexibel, und eines war allen klar: Erlaubt war, was funktionierte – besonders dann, wenn man den Gemeindepräsidenten beim Vornamen kannte.»
Reagiert haben daraufhin die Ortsparteien EVP, GLP, Die Mitre und SP: «Wir sind sehr irritiert über den Rundumschlag der Kandidatin gegen ihre Kollegen im Gemeinderat», heisst es in der Stellungnahme, die ebenfalls auf Crossiety veröffentlicht wurde. Weiter heisst es: «Wie tolerieren es nicht, wenn eine Kandidatin oder ein Kandidat sich so herablassend äussert.» Es sei schwer vorstellbar, dass das Vertrauensverhältnis im Gemeinderat wieder gekittet werden könne. (fh)


