Mit 13 Jahren bereits eine internationale Auszeichnung gewonnen

Livio Kehrli aus Hedingen überzeugte die Jury mit zwei neoklassischen Klavierstücken

An den Global Music Awards holte sich Livio Kehrli gleich zwei Silberauszeichnungen. Silber bedeutet «hervorragende Leistung». (Bilder Regula Zellweger)

An den Global Music Awards holte sich Livio Kehrli gleich zwei Silberauszeichnungen. Silber bedeutet «hervorragende Leistung». (Bilder Regula Zellweger)

Stolz zeigt Livio Kehrli seine Medaille der Global Music Awards. Diese sind ein renommierter internationaler Musikwettbewerb, der herausragende Leistungen von Musikern, Komponisten und Produzenten in verschiedenen Genres würdigt.

Stolz zeigt Livio Kehrli seine Medaille der Global Music Awards. Diese sind ein renommierter internationaler Musikwettbewerb, der herausragende Leistungen von Musikern, Komponisten und Produzenten in verschiedenen Genres würdigt.

Stolz zeigt Livio Kehrli seine Medaille der Global Music Awards und die beiden Urkunden. Für die Interpretation des Stückes «Run» bekam er eine Silbermedaille, und für das Stück «Waterfall» erhielt er zusammen mit seiner Klavierlehrerin und Komponistin der beiden Stücke, Marina Wehrli, ebenfalls eine Silbermedaille. Die Global Music Awards sind ein renommierter internationaler Musikwettbewerb, der herausragende Leistungen von Musikern, Komponisten und Produzenten in verschiedenen Genres würdigt. Jedes Jahr erhalten die Global Music Awards Hunderte von Beiträgen aus aller Welt. Die Awards gelten als Plattform für Künstler, die unabhängig von grossen Plattenfirmen arbeiten. Musikerinnen und Musiker sollen aufgrund der Qualität ihrer Musik – und nicht aufgrund von Plattenverkäufen oder der Grösse der Fangemeinde – Auszeichnungen erhalten.

Erlebnis Tonstudio

Livio und seine Klavierlehrerin begannen frühzeitig, sich vorzubereiten. Die Klavierlehrerin schrieb die Stücke im Stil «Neoklassik», einem Genre, das im 20. Jahrhundert beliebt war. Insbesondere Musik zu Filmen gehört oft dieser Stilrichtung an. Sie ist meist melodisch, emotional und ruhig. Das entspricht Livios Geschmack.

Marina Wehrli schlägt Stücke vor und lässt ihre Schülerinnen und Schüler die Musikstücke selbst auswählen. Sie passt die Kompositionen dem individuellen Können und den persönlichen Vorlieben an.

Livio kann zwar Noten lesen, spielt aber lieber auswendig. Er übte einzelne Elemente und setzt sie anschliessend zusammen, so ist es leicht, auswendig zu lernen, denn es gibt oft Wiederholungen. Auf diese Weise erarbeitete er sich auch die beiden Stücke, bis er sie sehr gut spielen konnte.

Auf das Tonstudio im Juni 2025 freute er sich. Ihn faszinierte der mit moderner Technik ausgestattete Raum, in dem Tonaufnahmen professionell erstellt werden, um hohe Klangqualität zu erreichen. Gleich beim ersten Spielen war das Ergebnis gut. Die Musiklehrerin sandte die Aufnahmen in die USA, wo sie von einer Jury bewertet wurden.

Er war schon ein wenig aufgeregt im Tonstudio, aber seine Mutter begleitete ihn. Seine Eltern nehmen sich gern Zeit für Livio und seinen Zwillingsbruder und unterstützen beide darin, ihre Talente zu nutzen und ihre Träume zu realisieren.

Musik und Tennis

Livios Mutter spielt selbst Klavier und ist ausgebildete Turnlehrerin. Einer ihrer Söhne spielt ambitioniert Tennis, Livio ebenfalls – neben dem Klavierspiel. Mit acht Jahren begann er mit Klavierstunden und spielerisch lernt er quasi nebenher auch das Orgelspiel. Er hat Spass an den Tasteninstrumenten und übt fast jeden Tag freiwillig, ganz nach Lust und Laune. «Wenn es Freude macht, stellt sich der Fortschritt ganz automatisch ein», meint er gelassen. Im Mai spielt er an einem Konzert in Zürich mit. Er wird drei Stücke auf der Orgel spielen und drei auf dem Klavier.

In Zukunft will er weiterhin Klavier und Orgel spielen, sieht sich aber nicht in einem Musikerberuf. «Ich sitze nicht nur am Klavier!» Er ist vielseitig interessiert. Die Probezeit im Gymnasium geht erst zu Ende, für die Studienwahl bleibt genügend Zeit. Das Umgewöhnen von der Volksschule zum Gymnasium Freudenberg in Zürich bedeutete eine Umstellung, eine erste Ablösung von zu Hause. «Mir gefällt es, und ich mag meine Klasse», erklärt er. «Wir sind 28 Schülerinnen und Schüler in der Klasse. Am Anfang musste ich noch die Zimmer suchen, jetzt kenne ich Räumlichkeiten und die verschiedenen Fachlehrpersonen.»

Livio zeichnet und schreibt gern, schwimmt im Hedinger Weiher oder in der Badi. Fussball ist nicht so sein Ding, er ist lieber in kleineren Gruppen oder für sich allein. Er ist in diesem Sinne selbstbewusst, dass er nicht unbedingt anderen gefallen möchte. Trotzdem ist er aber bisher bei seinen Freunden und Mitschülern beliebt gewesen. Sein Auftreten ist bescheiden und er sagt von sich: «Ich komme mit allen aus.»

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