«Jüngere Menschen für lokale Politik begeistern»

Eveline Fenner (59), EVP, bisher, kandidiert für das Gemeindepräsidium

Die Fähigkeit, Menschen aus einer natürlichen Begabung heraus zu führen. Ich kann mit wenigen Worten das Wesentliche sagen, gehe gerne auf Menschen zu und bringe ihnen Wertschätzung entgegen. Ich bin bereit, in einer sich rasch wandelnden Zeit immer wieder Neues zu lernen. Mein beruflicher Hintergrund hilft mir, Finanzzahlen schnell und kompetent zu analysieren.

Ich möchte neue Wege finden, um auch jüngere Menschen für die lokale Politik zu begeistern. Dann für die kommenden Jahre genügend Schulraum bereitzuhaben. Die Finanzen der Stadt will ich stabil halten und gleichzeitig weise für ein attraktives Affoltern investieren. Das weiter starke Wachstum der Stadt ist Segen und Fluch zugleich. Das Ziel muss es sein, trotzdem einen qualitativen, ökologischen Aussenraum bewahren zu können. Dies gelingt nur in Zusammenarbeit mit den Eigentümern und Investoren, welche Projekte realisieren wollen.

Im Bereich Kommunikation sind wir weiterhin stark gefordert. Damit die Bevölkerung Vertrauen in die Politik haben kann, wollen wir Wege finden, um den Austausch mit den Einwohnenden zu pflegen. Dann legen wir ein vermehrtes Augenmerk auf den Kontakt zu Gewerbe und Unternehmen. Affoltern wird in der nächsten Zukunft stark wachsen. Auch hier gilt es, die Bevölkerung mitzunehmen.

Wir haben angefangen, auf unsere Stärken als Ort zu setzen. Wir haben etwas zu bieten und wollen verlässliche Partner sein. In den Modus des Klagens und Jammens zurückzukehren, ist für mich keine Lösung. Es hilft auch nicht, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Wir wollen vorwärtsgehen, um der nächsten Generation eine lebenswerte Stadt zu hinterlassen. Alle politischen Kräfte sollen sich im Stadtrat einbringen, um mehrheitsfähige Lösungen zu entwickeln.

Die Chancen der Zusammenarbeit sehe ich dort, wo Lösungen für alle Beteiligten bessere Resultate bringen. Als grösste Gemeinde im Bezirk sind wir in diversen Bereichen Kompetenzzentrum. Dies hilft anderen Gemeinden, massgeschneiderte Lösungen zu erhalten. Uns hilft es, den Personaleinsatz optimal zu planen. Auch da wollen wir vertrauensvolle Partner sein.

Indem ich zuerst meine Ratsmitglieder reden lasse und ihnen Raum gebe, ihre Argumente darzulegen. Die besten Argumente sollen auf dem Tisch kommen, damit der Rat gemeinsam gut entscheiden kann. Um der Sache willen kann ich mich auch engagiert für ein Thema im Rat einbringen. Der respektvolle Umgang im Rat ist mir ebenfalls wichtig.

Die grösste Herausforderung bleibt das Wachstum, welches mit der Attraktivität unseres Standortes zu tun hat. Es wird uns Mehreinnahmen bringen. Die beeinflussbaren Ausgaben gilt es, immer wieder zu prüfen, damit die Steuergelder zum Wohl der Bevölkerung eingesetzt werden. Gleichzeitig gilt es, die Investitionen gut zu priorisieren, um die Schulden nicht unnötig anwachsen zu lassen. Gleichzeitig gilt es, Investitionsstaus zu verhindern, da dieser längerfristige Mehrkosten verursacht.

Indem wir am aktuellen Siedlungsleitbild festhalten und keine Auf- oder Einzonungen vornehmen. Das bestehende Potenzial der Bau- und Zonenordnung, welches wir vor Jahren festgeschrieben haben, ist Herausforderung genug. Bei Arealüberbauungen sollten wir die höhere Qualität konsequent einfordern. Bei der Aussenraumgestaltung müssen die Bedürfnisse der Bevölkerung ernst genommen werden. Die ökologisch nachhaltige Vielfalt braucht es, damit unsere Stadt lebenswert bleibt.

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