Keine Verkehrstoten im Säuliamt im letzten Jahr
Autobahnquerung Affoltern/Obfelden ein Unfallschwerpunkt

Derweil im Kanton Zürich die Zahl der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr abgenommen hat, ist sie im Bezirk Affoltern praktisch gleichgeblieben. Nach 2024 verzeichnet die Region 2025 erfreulicherweise erneut keine Verkehrstoten.
Der Kanton Zürich registrierte 2025 deutlich weniger Verkehrsunfälle als in den Vorjahren: rund 4,2 Prozent weniger als gegenüber dem Durchschnitt der Vorjahre. Bei den Schadenfällen ist die Abnahme (5,2 Prozent) stärker als bei Unfällen mit Personenschaden (minus 0,6 Prozent). Im Kantonsgebiet (ohne die Städte Zürich und Winterthur) wurden im vergangenen Jahr 15095 Verkehrsunfälle registriert. Im Bezirk Affoltern waren es in der gleichen Zeitspanne gesamthaft 376, einer mehr als im Vorjahr. Schleuder- und Selbstunfälle beanspruchen bei 296 Unfällen mit Sachschaden den Hauptanteil: 186 – zwei mehr als 2025, davon 17 (21) schwere und 60 (59) leichte.
Bei den Unfallarten stehen 45 Parkierunfälle (Vorjahr: 60), 50 Auffahrunfälle (27) und 34 Einstiegsunfälle (28) im Vordergrund. Andere Unfallgründe betreffen das Abbiegen, Überqueren der Fahrbahn, Fussgängerunfälle – allesamt pro Kategorie weniger als ein Dutzend. Viermal «chlöpfte» es wegen einer Frontalkollision, und zwölfmal handelte es sich um einen Tierunfall, mehrheitlich Auto gegen Wild – oder umgekehrt.
Unfallbeteiligt waren im Säuliamt neben Autolenkenden hauptsächlich Velos oder E-Bikes (40), Motorräder (27), Fussgänger nur in acht Fällen. Zum zweiten Mal in Folge verzeichnet der Bezirk keine Unfälle mit Todesfolge. Trauriges Spitzenjahr war 2017 mit vier tödlichen Unfällen, bei insgesamt 428.
Die meisten Unfälle ereigneten sich im Bezirkshauptort: 86 mit Sachschaden, wobei drei Personen erheblich und 17 leicht verletzt wurden. Laut Adrian Peterhans, Bezirkschef der Kantonspolizei in Affoltern, bildet die Autobahnquerung Affoltern/Obfelden einen Unfallschwerpunkt. Seit ein paar Wochen überwachen dort Geräte der Kantonspolizei sowohl Tempo als auch die Ampeln mit Rot-Grün-Phasen. Zu Kollisionen kam es unter anderem, weil sich zwei Verkehrsteilnehmende gleichzeitig in einer Grünphase wähnten. Am Albispass und über die Buchenegg sind es vorwiegend Zweiradlenker, die verunfallen.


