Kinder bauen Lego-Stadt in Bonstetten

Reformierte Kirchgemeinde Knonauer Amt organisierte Event für 8- bis 12-Jährige

Konzentriert setzen die Kinder nach einem Plan gemeinsam ein Bauwerk aus Legosteinen zusammen. (Bild Regula Zellweger)
Konzentriert setzen die Kinder nach einem Plan gemeinsam ein Bauwerk aus Legosteinen zusammen. (Bild Regula Zellweger)

Es brennt. Ein Feuerwehrauto hat bereits die lange Leiter für die Löscharbeiten ausgefahren, Feuerwehrleute tun ihre Arbeit. Zum Glück liegt das kleine, brennende Haus gleich neben dem grossen Feuerwehrdepot. Flammen züngeln – Lego-Flammen aus Plastik. Im Vorgarten eines schmucken Reihenhauses liegt Hausrat verstreut im Vorgarten. Was ist geschehen? Nichts Bedrohliches: Frühlingsputz im Lego-Haus. Im Garten pflegen unterschiedlichste Tiere ein friedliches Nebeneinander, denn im Lego-Einfamilienhaus wohnen Tierfreunde. Ein einzelnes Haus überragt alle umstehenden Häuser, es ist das höchste. Eigentlich war es anders geplant, aber die «Architekten» wollten hoch hinaus.

Kinder erzählen Geschichten mit Lego-Bausteinen – und ihre Geschichten erzählen auch etwas über die kleinen Baumeister selbst. All dies geschah im Rahmen eines Anlasses, der am vergangenen Wochenende im Kirchgemeindehaus Bonstetten für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren stattfand.

Perfekte Organisation

Der Lego-Event wurde von der Reformierten Kirchgemeinde Knonauer Amt bereits zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit dem Bibellesebund Winterthur organisiert. Für die Organisation vor Ort war Eva Sanz, sozialdiakonische Mitarbeiterin und Katechetin der Reformierten Kirchgemeinde Knonauer Amt, verantwortlich. Für die Organisation des Ablaufs des Workshops, also für Material, Transport, Vorbereitung, Workshopleitung und Abtransport der Lego-Stadt, war Marc Lendenmann vom Bibellesebund zuständig. Freiwillige Helfer wurden von der Reformierten Kirchgemeinde beigezogen. Die Kinder trafen sich am Freitagabend im Kirchgemeindehaus in Bonstetten. Rund die Hälfte der 32 teilnehmenden Kinder kam aus Bonstetten, die anderen aus weiteren Gemeinden der Region. Schätzungsweise zwei Drittel der «Baumeister» waren Jungs.

Am Freitagabend lernten sich die Kinder, die Organisierenden und Mithelfenden gegenseitig kennen. Das Prinzip der Lego-Stadt wurde erklärt: Kleine Gruppen bauen zuerst ein kleines Haus, danach sind sie frei in der Wahl ihrer Bauprojekte. Für jedes einzelne Projekt beziehen sie einen Bauplan mit Angaben, in welchen gut beschrifteten Behältern die benötigten Teile zu finden sind. Danach nahm man zusammen das Nachtessen ein. Anschliessend wurde während rund 20 Minuten eine Geschichte aus der Bibel erzählt.

Spannendes Programm

Am Samstagnachmittag wurden die Bauarbeiten mit grosser Begeisterung weitergeführt. Die Kinder entschieden sich beispielsweise für den Bau eines Flughafens inklusive Flugzeuge, eines Bahnhofs, eines Feuerwehrdepots oder von Häusern mit unterschiedlichsten Funktionen. Bereits vorbereitet und beschriftet war die Fläche, auf der die Stadt Bauwerk für Bauwerk entstand. Die Kinder wussten, wo ihre einzelnen Werke im Gesamtgefüge der Stadt stehen würden. Das Ziel war es, dass die Stadt bis zum Abend vollendet sein würde. Es gab eine Pause mit Zvieri und erneut einer Geschichte aus der Bibel.

Am Sonntag wurde der Anlass mit einem Abschlussgottesdienst für Klein und Gross mit anschliessender Lego-Stadt-Besichtigung und einem Apéro abgerundet.

Die Kinder waren mächtig stolz auf ihre Bauwerke. Während des Bauens herrschte eine lebendige, konzentrierte und friedliche Stimmung, da die Kinder auf ihre Bauvorhaben fokussiert waren und konstruktiv in ihren Gruppen zusammenarbeiteten.

Begeisterte Zusammenarbeit

Die Kinder schmückten ihre Bauwerke fantasievoll mit Lego-Blumen, -Bäumen, -Männchen, -Werkzeugen und weiteren Spezialteilen. Auf dem Dach eines Reihenhauses konnte man beispielsweise einen Helikopterlandeplatz sowie einen Swimmingpool entdecken. «Unser Ziel war es auch dieses Jahr, eine Plattform zu schaffen, damit Kinder gemeinsam etwas Grösseres mit Lego erstellen konnten», erklärt Eva Sanz. Sie buchte den Workshop beim Bibellesebund Winterthur. Auflage war die Integration der beiden biblischen Geschichten. Es galt, den Kindern im Kontext der Reformierten Kirchgemeinde Knonauer Amt ein besonderes Erlebnis zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit dem Bibellesebund war in der Ausschreibung transparent kommuniziert worden.

Die Kinder hatten sichtlich Spass am gemeinsamen Bauen in einer lockeren Atmosphäre. Zum Schluss mussten die Bauwerke abgebrochen und jedes einzelne Teil wieder seinem bestimmten Behälter zugeordnet werden. Mit Blick auf die ganze Stadt eine Riesenaufgabe. Eva Sanz meinte aber mit einem wissenden Lächeln: «Das täuscht – wir sind schnell. Es dauert ein bis eineinhalb Stunden. Über 20 Personen haben sich gemeldet, um mitzuhelfen.»

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