Kloster Kappel: Nun kann die Planung abgeschlossen werden

Nachdem nun der Regierungsrat Mitte Dezember weitere 480000 Franken aus dem Lotteriefonds bewilligt hat, kann die Planung für Revitalisierung und Entwicklung der Klosterdomäne Kappel zu Ende geführt werden. Das Hauptgesuch – rund 12 Mio. Franken – soll im Sommer 2018 eingereicht werden.

Revitalisierung und Erneuerung der Klosterdomäne Kappel – ein grosses Projekt, das bei einem Ja des Kantonsrates zum Lotteriefondsgesuch über 12 Mio. Franken realisiert werden kann. (Bild Werner Schneiter)
Revitalisierung und Erneuerung der Klosterdomäne Kappel – ein grosses Projekt, das bei einem Ja des Kantonsrates zum Lotteriefondsgesuch über 12 Mio. Franken realisiert werden kann. (Bild Werner Schneiter)

Ein zweiter Kredit aus dem Lotteriefonds für Planungsarbeit bildet in diesem Fall eine Ausnahme, weil es sich aus Sicht des Regierungsrates um ein überregional bedeutsames Vorhaben handelt. «Es ist auch ein Vertrauensbeweis in unsere Arbeit und zeigt, dass die kantonale Denkmalpflege das Projekt als förderungswürdig einstuft», ergänzt Gerhard Gysel, Präsident des Vereins Kloster Kappel (VKK). Die Planung für Revitalisierung und Entwicklung des Klosters Kappel läuft seit 2012/13. Zur Durchführung eines international ausgeschriebenen Wettbewerbs bewilligte der Regierungsrat seinerzeit einen Kredit von 500000 Franken – Mittel, die ebenfalls aus dem Lotteriefonds stammen. In mehreren Schritten wurde hernach ein Masterplan erarbeitet, der aus fünf Kernelementen besteht, die unter anderem Erneuerung, Umnutzung und Neubau von Gebäuden auf dem Klosterareal umfassen – einschliesslich Entflechtung von Landwirtschaft und Klosterdomäne.

Bisherige Arbeiten umfangreicher als angenommen

Die bisher eingesetzten Mittel in der Höhe von gut 900000 Franken reichen nicht aus, um die Planungsarbeiten abschliessen zu können – Grund für den VKK, dem Lotteriefonds ein zweites Gesuch im Umfang von 480000 Franken zukommen zu lassen, das nun vom Regierungsrat in eigener Kompetenz bewilligt worden ist. Die Ausnahme begründet er auch mit dem Umstand, dass die bisherigen Arbeiten wesentlich umfangreicher waren als angenommen. «Die Einrichtung einer Projektorganisation und die Erarbeitung eines Masterplans mit vielen unterschiedlichen Interessen und Akteuren waren im damaligen Lotteriefonds-Gesuch nicht vorgesehen – auch nicht die Entflechtung von Landwirtschaft und Klosterdomäne», schreibt der Regierungsrat. Er hat mit der Bewilligung des zweiten Gesuchs auch die direkten und indirekten finanziellen Eigenleistungen des VKK von fast einer halben Million Franken berücksichtigt.

Der entscheidende Schritt steht aber noch bevor. Nach Abschluss der Planungsarbeiten im Sommer 2018 wird zu diesem Zeitpunkt das Hauptgesuch im Umfang von rund 12 Mio. Franken an den Lotteriefonds eingereicht. Darüber wird der Kantonsrat entscheiden, möglicherweise im Winter 2019/20.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 20 Mio. Franken. Die Landeskirche beteiligt sich mit 3,2 Mio. Franken und ist im Besitz einer Baubewilligung für eine neue Terrasse, für die Gärten und für die Erneuerung des Flachdachs über der Küche. Daneben beteiligten sich der Verein Kloster Kappel (3,1 Mio. Franken), der Landwirtschaftsbetreiber (1,2 Mio.) und diverse Stiftungen (250000 Franken). Der grösste Kostenanteil entfällt auf Renovationen und Umnutzungen von Gebäuden (rund 10 Mio.). Der Neubau einer ergänzenden Mauer, der umstritten ist, kostet rund 600000 Franken.

Widerstand dürfte sich nicht nur auf diese Mauer beschränken. Dem Vernehmen nach sind Beschwerden ans Verwaltungsgericht in Vorbereitung.

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