Klosterweiher: Die Spiegel-Idylle ist wiederhergestellt
Im Rahmen der Revitalisierung des Klosters Kappel laufen aktuell und noch bis November die Arbeiten am Teilprojekt «Gärten und Terrassen». Im Klosterweiher stand ein Amphibienfahrzeug im Mäher-Einsatz.

Mit der Umsetzung des Teilprojekts «Gärten und Terrassen» hat die Erneuerung der Domäne Kloster Kappel Gestalt angenommen. Der Zier- und Kräutergarten wird in den Innenbereich der Klostermauern verlegt, über der Küche entsteht eine Terrasse samt Warenlift, der Kreuzgang ist bereits neu gestaltet und die Klostermauer wird saniert. «Die Steine, die sich gelöst haben, werden wieder eingebaut oder ersetzt», erklärt Jürgen Barth, Geschäftsführer des Hotelbetriebs im Kloster Kappel.
Die Arbeiten am Teilprojekt «Gärten und Terrassen» werden voraussichtlich noch bis November laufen. «Ich bin sehr zufrieden, wir sind im Zeitplan», sagt Barth. Nebst der Denkmalpflege war auch die Kantonsarchäologie auf Platz. Auf Unerwartetes sei diese allerdings nicht gestossen. Während der lärmintensiven Arbeiten hat das Seminarhotel und Bildungshaus seinen Betrieb die letzten fünf Wochen unterbrochen. «Jetzt können wir die Gäste mit gutem Gewissen wieder beherbergen», so Barth. Am Samstag ging es mit einer Hochzeit weiter, seit gestern Montag läuft der Betrieb wieder voll.
Über 15 Kubikmeter «Krebsscheren»
Die Gäste im Kloster Kappel dürfen sich nun auch wieder über die malerische Spiegel-Idylle des Weihers freuen. Dort wurde am Freitag nämlich das übermässig wuchernde Seegras zurückgeschnitten. Dafür stand ein Amphibienfahrzeug im Einsatz, das die «Krebsscheren» – so heissen diese Wasserpflanzen, die sich in Kappel offenbar so wohl fühlen – über dem Grund abschnitt und neben dem Weiher zu einem grossen Hügel auftürmte. Über 15 Kubikmeter wurden im Laufe des Tages abgeführt.
Ob, und falls ja, wie schnell das Seegras wieder in diesem Ausmass wächst, das wird sich noch zeigen. Als Alternative müsste man das Becken allenfalls ausbaggern. Das Vorgehen gegen den zu starken Bewuchs hat nämlich nicht nur ästhetische Gründe: Der Weiher gilt im Brandfall auch als Löschwasserbecken. Dabei könnte zu dichter Bewuchs den Filter der Saugleitung verstopfen.


