Konfetti, Kreativität und Guggenklänge
Der Maskenball in Zwillikon feiert am Samstag die 47. Ausgabe – im Jubiläumsjahr des Sportclubs
Der Maskenball des Sportclubs Zwillikon ist in seine 47. Runde gegangen – im Jahr, in dem der Verein selbst sein 50-jähriges Bestehen feiert. «Wir sind zufrieden mit der Besucherzahl», sagt Präsident Andreas Rubin. Fünf Guggen sorgten für musikalische Unterhaltung und prägten den Abend. Die Atmosphäre beschreibt Rubin als «sehr friedlich».
Ein zentrales Element des Balls waren einmal mehr die Maskierungen. Zahlreiche Gäste erschienen verkleidet, die drei besten Einzel- und Gruppenmasken wurden ausgezeichnet. «Die Prämierung ist ein Goodie, damit die Leute maskiert kommen», erklärt Rubin. Was sich in den ominösen Gewinnercouverts befindet, hält man jedoch unter Verschluss. Um es herauszufinden, müsse man sich möglichst kreativ verkleiden. Besonders schätzt er das lokale Engagement: «Gruppenmasken aus dem Dorf freuen uns besonders. Wenn sich Kolleginnen zusammentun, sich Zeit nehmen und engagiert die besten Masken zusammenstellen, entsteht Grossartiges.»
Premiere für Kindermaskenball
Erstmals wurde in diesem Jahr ein Kindermaskenball durchgeführt. Mit Konfettiplausch und zwei Guggen richtete sich das Angebot gezielt an Familien. Vor allem Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger seien dadurch angesprochen worden. Trotz der insgesamt positiven Resonanz stellt Rubin fest: «Die Jungen zieht es nicht mehr so an den Maskenball.» Mit dem Kindermaskenball will man dem für die Zukunft entgegenwirken.
Ein offizielles Motto gibt es beim Maskenball in Zwillikon traditionell nicht – auch nicht im Jubiläumsjahr. «Wir haben nie ein Motto. Auch zur 50. Ausgabe nicht. Jeder soll so kommen, wie er sich fühlt.» Wenn überhaupt, würde «50 Jahre Sportclub» passen. Drei Austragungen des Maskenballs mussten in den vergangenen Jahren coronabedingt ausfallen.
Zu den langjährigen Besuchern gehört Kurt Berli aus Ottenbach. Der 81-Jährige begleitet den Anlass seit 50 Jahren. Als wohl ältester Besucher stellt er fest: «Es ist schön, dass wieder so viele Leute kommen.» 34 Jahre war er Mitglied der Säuligugger, zunächst als Gugge Affoltern, bevor der Verein gegründet wurde.
Brandschutz wie gewohnt
Finanziell bewegte sich der Anlass in den letzten Jahren eher im Bereich einer Nullrunde. «Dieses Jahr hoffen wir auf einen Ausgleich», so Rubin. 2500 Flaschen Smirnoff Ice wurden verkauft. Nur das Bier war mit 3500 verkauften Flaschen noch beliebter. Beim Thema Sicherheit halte man sich unverändert an die geltenden Vorgaben. Hinter jeder Bar und jedem Grill stehen eine Kübelspritze und ein Feuerlöscher bereit. Dies hat sich nach der Brandkatastrophe Anfang Jahr nicht verändert, da man sich schon immer an geltende Vorschriften hielt. «Viele aktive Mitglieder sind auch Teil der freiwilligen Feuerwehr und wissen, wie man im Notfall reagieren muss», erklärt Rubin.
Nach dem Anlass folgt die Auswertung. «Ein bisschen Pause haben wir, dann geht es an die Nachbesprechung der diesjährigen Ausgabe, so können wir das nächste Jahr optimieren», sagt Rubin. Der Sportclub blickt damit nicht nur auf 50 Jahre Vereinsgeschichte zurück, sondern auch auf die kommenden Maskenball-Ausgaben. «Wir hoffen auf 50 weitere Jahre.»



















