Kurze Versammlung, viel Zeit für Genuss
Voller Saal an der Vereinsversammlung des Hauseigentümerverbands Albis
Wenn an einem Freitagabend in Affoltern vor sechs Uhr viele Menschen in einer langen Schlange vor dem Kasinosaal anstehen, findet möglicherweise die Vereinsversammlung des Hauseigentümerverbands (HEV) Albis statt. Der Anlass ist immer gut besucht, im Saal müssen jeweils sogar auf der Bühne Tische aufgestellt werden, um allen Gästen einen Platz anzubieten. Am vergangenen Freitag war beim Apéro im Foyer schon eine Stunde vor Beginn kein Durchkommen mehr. Die Angekommenen unterhielten sich angeregt und genossen dabei ein Getränk mit Snacks. Auf die Frage, warum sie oder er heute hier sei, lauteten die Antworten: «Das ist jeweils ein gemütlicher Abend, wo man sich gerne trifft» oder «Es gibt jeweils ein feines Nachtessen, da muss ich nicht kochen» oder «Die Traktanden dauern nicht lange, und der Unterhaltungsteil begeistert mich immer».
Traktanden schnell abgehandelt
Es war so. Die offizielle Versammlung mit den üblichen Traktanden wurde von Präsident Martin Fröhli geleitet und dauerte nur 30 Minuten. 370 Personen waren im Saal anwesend, davon 235 Stimmberechtigte. Sie gaben sämtlichen Geschäften ohne Diskussionen ihre Zustimmung, so auch der Jahresrechnung, die einen kleinen Gewinn ausweist.
In diesem Jahr geht die Amtszeit von Vorstandsmitglied Franziska Marty aus Affoltern zu Ende. Sie wird als erfahrene immobilienaffine Frau im Vorstand sehr geschätzt. In Abwesenheit wurde sie von der Versammlung einstimmig für eine weitere Amtsdauer bestätigt. Im Jahresprogramm 2026 sind wieder verschiedene Angebote aufgeführt: ein Frühlingsanlass – dieses Mal zum Thema Immobilienentwicklung im Knonauer Amt –, ein Tagesausflug im Herbst ins Entlebuch und zum vierten Mal ein Lotto-Abend.
Genuss und Gemütlichkeit
Im Rückblick auf das Jahr 2025 ist für Martin Fröhli die Abschaffung des Eigenmietwertes ein ganz besonderer Meilenstein – ein historischer Entscheid des Schweizer Stimmvolks. Die Umsetzung benötige nun Zeit und könne frühestens am 1. Januar 2028 erfolgen. «Wir hoffen, dass es nun wirklich zügig vorangeht und sich die Umsetzung des Volkswillens nicht verzögert», so der Präsident. Nach der kurzen Versammlung folgte der gesellschaftliche Teil mit Genuss und Gemütlichkeit. Für die Unterhaltung sorgten die Musiker des Quartetts waschächt. Mit viel Schwung griffen sie in die Tasten und Saiten und brachten mit vielseitiger Ländlermusik eine fröhliche Atmosphäre in den grossen Saal. Sie begeisterten das Publikum mit urchigen bodenständigen Klängen, aber auch mit bekannten Melodien aus der Unterhaltungsmusik.






