Licht in Dachstöcke reinbringen und doch das Dorfbild erhalten
Es wurde angeregt diskutiert am zweiten Zukunfts-Kafi in Maschwanden. Die Forderungen seien «sehr vernünftig», so das Fazit von Gemeindepräsident Andreas Binder. Im Fokus stand die Bau- und Zonenordnung und insbesondere Dachfenster.

Den Zwiespalt kennt manche ländliche Gemeinde: Man will das Dorfbild erhalten und gleichzeitig Wohnraum mit Lebensqualität schaffen in bestehenden, ungenutzten Scheunen und Dachstöcken. Besonders gross ist dieser Widerspruch in Maschwanden. An erster Stelle solle das Wohl der Bewohner stehen, und so sprach sich am Zukunfts-Kafi eine klare Mehrheit für eine Lockerung der bestehenden, restriktiven Bauordnung aus: Die Umnutzung solle sichtbar sein dürfen, der Charakter trotzdem erhalten bleiben.
Mehr Licht reinbringen, aber doch die Flächenwirkung der Dächer bewahren, so der Grundtenor in den abschliessenden Präsentationen der sechs Diskussionsgruppen. Als Möglichkeit mehrmals genannt wurden Lichtbänder am Giebel, aber auch die ganzflächige Kombination von Fenstern und Fotovoltaik. Die Nutzung der Sonnenenergie solle nicht nur ermöglicht, sondern gar gefördert werden, wünschte sich eine Gruppe explizit.
Rund 40 Interessierte hatten in die Gerbi gefunden, um gemeinsam die Zukunft ihres Dorfes mitzugestalten. «Wir haben gespürt, wo der Schuh drückt», durfte Moderatorin Ilva Gerber von Keeas Raumkonzepte nach zweieinhalb Stunden Information, Diskussion und Präsentation festhalten. Hochbauvorstand Christian Gabathuler zeigte sich angetan vom Engagement der Bevölkerung. «Die Revision der Bauordnung kommt nicht morgen», trat er allerdings auch auf die Euphorie-Bremse.


