Massiv weniger Osterverkehr
Die diesjährigen Ostertage zeigten vor allem auf der A4 das einzigartige Bild einer praktisch leeren Nord-Süd-Achse. Auch sonst war eher wenig los auf der Strasse. Ein Motorradunfall am Albispass mit spektakulärer Rettungsaktion endete für den Fahrer glimpflich.

«Zu Hause blieben», lautete das Motto auch über die wettermässig ausserordentlich schönen Ostertage. Das Gros der Bevölkerung nutzte die Gelegenheit dennoch, um sich an der Sonne zu bewegen, was bekanntlich auch in Coronazeiten die beste Prävention gegen das Krankwerden ist. Bewegung an der frischen Luft baut offenbar auch Spannungen ab.
Gemäss einer Meldung der Kantonspolizei Zürich konnte bisher kein Anstieg von häuslicher Gewalt, nachbarschaftlichen Streitigkeiten oder psychischen Problemen als Folge der ungewohnten Corona-Situation beobachtet werden. Die Anzahl der Interventionen wegen häuslicher Gewalt liegt auf dem gesamten Kantonsgebiet sogar leicht unter dem letztjährigen Durchschnittswert. In allen zwölf Bezirken des Kantons Zürich werden im Durchschnitt pro Tag 13 Fälle von häuslicher Gewalt aktenkundig.
Insgesamt zieht die Polizei eine positive Bilanz: Die Weisungen des Bundesrates zum Schutz vor dem Coronavirus seien durch die Bevölkerung im Kanton Zürich gut eingehalten worden.
Schutzengel für jungen Motorradfahrer
Unwahrscheinliches Glück hatte ein Motorradfahrer, der am Samstag vor Ostern rund 700 Meter nach der Passhöhe Richtung Hausen fahrend spektakulär stürzte. In der leichten Linkskurve Nähe Wald touchierte er den Randstein des Trottoirs und flog rund 20 Meter ins Bachtobel des Fellibachs. Als knifflig erwies sich die Bergung des Gestürzten durch die Feuerwehr Hausen, die auch darauf zu achten hatte, dass der Fellibach nicht durch auslaufende Flüssigkeiten verunreinigt wurde, bis das Motorrad mit einem Kranwagen geborgen werden konnte. Feuerwehrkommandantin Gabi Blickenstorfer erklärt: «Das war eine Rettung, die wegen des steilen Geländes nicht alltäglich ist. Aber wir waren gut gerüstet und hatten Leute im Einsatz, die extra für solche Rettungen ausgebildet wurden und mit Absturzsicherungsmaterial umzugehen wussten.» Insgesamt seien 20 Feuerwehrleute vor Ort gewesen. Als zusätzliches Erschwernis habe man natürlich auch auf die Einhaltung der Corona-Schutzvorschriften zu achten gehabt. Insgesamt zeigte sich Blickenstorfer zufrieden mit dem Einsatz. Zumal sich die zunächst gemeldeten «schweren Verletzungen» im Spital als weit weniger gravierend herausstellten. Der 23-Jährige kam mit Prellungen, Schürfungen und einem gehörigen Schrecken davon. Auf der Nord-Süd-Achse verzeichnete die Urner Polizei ein rekordtiefes Verkehrsaufkommen. Im Vergleich zum Vorjahr betrug es auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süd am Karfreitag rund vier Prozent, am Samstag acht Prozent und am Ostersonntag und -montag rund vier Prozent des normalen Osterverkehrsaufkommens. Ein Bild, das sich auch auf der praktisch autoleeren A4 bei Affoltern zeigte.


