Mit der TV-Kamera auf Freiersfüssen

In der TV Sendung «Bauer, ledig, sucht...» haben sich der Jungbauer Benjamin aus Hedingen und Lea, die Köchin aus Oftringen, so ziemlich verliebt. Mithilfe der TV-Kamera und nach einigen On-Off-Situationen stellt Beni klar und deutlich fest: «Wir sind jetzt zusammen».

Ledig, verliebt, verlobt oder verheiratet: Beni will Bauer bleiben. (Bild Martin Mullis)
Ledig, verliebt, verlobt oder verheiratet: Beni will Bauer bleiben. (Bild Martin Mullis)

Auf dem stattlichen Bio-Hof oberhalb Hedingen fühlt sich der Jungbauer Benjamin Suter gut aufgehoben. In der Regenbogenpresse wurde er auch schon als extrem schüchtern bezeichnet, sein Auftreten lässt jedoch beim objektiven Besucher einen ganz anderen Schluss zu. Beni ist Bauer aus Leidenschaft und weiss ganz genau was er will, das zeigt sich bei einem ungezwungenen Gespräch mit dem «Anzeiger» sofort. Wenn allerdings das etwas vorsichtige Herantasten an die «ganz grosse Liebe» und ein Vermeiden von unüberlegten Schnellschüssen als furchtsam ausgelegt wird, so stört das den durchaus selbstbewussten 25-jährigen Bauern überhaupt nicht. Beni kennt seine Hofdame, die 21-jährige Lea aus Oftringen, auch erst seit Anfang dieses Jahres. In der TV-Sendung «Bauer, ledig, sucht» sind Lea und Beni als Paar unter dreissig Jahren eher die Ausnahme, da sich meist ältere Männer melden und weil sich nur wenige junge Frauen entschliessen auf dem Weg über eine TV-Sendung einen Freund zu suchen. Beni erzählt völlig entspannt von den zum Teil anstrengenden Drehtagen. Die fünftägige sogenannte Hofwoche, stets von den Kameras begleitet, habe sich als sehr anstrengend gezeigt und er würde diese Tage nicht unbedingt als beziehungsfördernd bezeichnen, lacht er.

Die TV-Bekanntheit ist sehr kurzlebig

Die Aufnahmen seien jedoch weitgehend authentisch und seine Äusserungen würden weder vorgegeben noch zensiert, er hätte meist frei von der Leber weg gesprochen. Seine doch manchmal verblüffende Bekanntheit störe ihn keineswegs, wenn er auch staune, dass er und seine Lea immer wieder von wildfremden Menschen erkannt, angesprochen und zu einem Selfie gebeten würden. Auch die Reaktionen in der Gemeinde Hedingen, in der Feuerwehr und bei Freunden, Kollegen und Bekannten nehme er durchwegs positiv wahr. Er ist sich bewusst, dass so eine TV-Bekanntheit in der heutigen Zeit sehr kurzlebig sei und sobald er vom TV-Schirm verschwinde, wieder als völlig anonymer Mensch leben kann. Als Star fühle er sich jedenfalls nicht und prominent zu werden sei nie sein Ziel gewesen, hält er dezidiert fest. Er wolle in jedem Falle sich selber und ein bodenständiger Bauer bleiben und unterstreicht dieses Bekenntnis mit einer glaubwürdigen Geste und einem ehrlichen Blick.

Die Liebe zu Lea wuchs langsam

Zurück zur der TV-Kuppel-Show erzählt der junge Landwirt, dass die Liebe zu Lea langsam gewachsen sei. Zwar habe da von Beginn weg eine doch grosse Sympathie bestanden, ein Paar und offiziell «zusammen» seien sie jedoch noch nicht allzu lange. Aktuell würden er und Lea eine typische Wochenendbeziehung führen.

Das Gespräch mit dem «Anzeiger» findet in der bekannten Besenbeiz «Zum Kuhstall» statt und am Tisch dabei sitzt auch Vater Ueli, während Mutter Rahel zwar diskret im Hintergrund, aber immer in Hörweite werkelt. Benis Eltern sind zweifellos mehr als stolz auf ihren «berühmten» Sohn und auch wenn Papa Ueli einmal etwas ergänzend ins Gespräch einwirft behält der angeblich so schüchterne junge Bauer entschieden und sicher den Lead über den Dialog mit dem Journalisten.

Als Beni sozusagen als Schlusswort erklärt, grosses Interesse an einer langfristigen Beziehung zu haben, ein Hochzeitstermin jedoch trotzdem noch kein Thema sei, schmunzelt sein Vater fast unmerklich, während Mutter Rahel eher etwas wehmütig in die Runde blickt.

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