Mosaik-Wappen für die «Stampfi»

An der Wand im Eingangsbereich des Knonauer Stampfigebäudes ist nun das Gemeindewappen aus Mosaik zu sehen – ein Geschenk der Künstlerin Silvia Iencinella von Musiv’Arte. Eingeweiht wurde es im Rahmen des jährlichen Behördenapéros.

Vor dem neuen Mosaik an der «Stampfi»-Wand, von links: Esther Breitenmoser, Silvia Iencinella, Stefano Toria und Walter von Siebenthal.

Vor dem neuen Mosaik an der «Stampfi»-Wand, von links: Esther Breitenmoser, Silvia Iencinella, Stefano Toria und Walter von Siebenthal.

Feierten gleich ein sechsfaches Jubiläum: Nelly und Willi Maurer, das «Stampfi»-Abwart-Ehepaar. (Bilder Werner Schneiter)

Feierten gleich ein sechsfaches Jubiläum: Nelly und Willi Maurer, das «Stampfi»-Abwart-Ehepaar. (Bilder Werner Schneiter)

In der regelmässig stattfindenden Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner wird Gemeindepräsident Walter von Siebenthal oft mit Anliegen und Forderungen konfrontiert – Begehren, die oft erfüllt werden können. Selten aber, dass jemand kommt und der Gemeinde etwas schenken will. Die Ausnahme bilden hier Silvia Iencinella und Stefano Toria von Musiv’Arte, einem italienischen Atelier für Kunstmosaik aus Marmorstein und venezianischen Smalten. Das Paar ist 2007 von Italien nach Knonau gezogen. «Silvia will die italienische Tradition der Mosaikkunst auch hier fortführen», hält Stefano Toria fest. Sie widmet sich seit elf Jahren der Mosaikkunst, verwendet dazu Marmor und Glasschmelz aus Venedig – eine Kunstfarbe mit unzähligen Nuancen.

Das Gemeindewappen aus Mosaik reiht sich in die Erneuerungsmassnahmen für die 1978 erbaute «Stampfi» ein. Nach den Worten von Walter von Siebenthal wird auch im kommenden Jahr in die Werterhaltung des Gemeindesaals investiert.

Dazu hielt der Gemeindepräsident fest, dass Knonau in finanzieller Hinsicht auf gutem Wege sei, sich von den Fesseln des Kantons zu lösen und für 2012 eine signifikante Steuerfusssenkung beantragen könne (vgl. dazu auch Beitrag auf Seite 7). Das Wachstum in der Gemeinde finde seine Fortsetzung, wenngleich nicht mehr in gehabtem Masse. An die Behördenmitglieder gerichtet sagte Walter von Siebenthal, bei der Gestaltung der Zukunft müssten immer neue Antworten auf oft gleichlautende Fragen gefunden werden – wie das einst Einstein gesagt habe, als er Studenten eine Prüfungsvorlage mit schon einmal gestellten Fragen abgab.

Hochbauvorsteherin Esther Breitenmoser nahm sich dann wieder des Mosaiks an, das der Künstlerin auch als Referenzobjekt dient. Sie erinnerte daran, dass Mosaiks schon im Altertum bei den Griechen und Römern, eine bekannte Kunsttechnik gewesen sei. «Das Spezielle eines künstlerisch von Hand gefertigten Mosaiks sind die nicht regelmässigen Formen der Steine und die nicht regelmässige Führung der Fugenlinien», sagte sie. Diesen Reiz zeichne das Gemeindewappen aus Mosaik aus. Aber auch das Material: Venedigglasmalten und ein weisser Hintergrund aus mattem weisem Botticino-Marmor.

Sechsfaches Jubiläum

Am Behördenapéro vom Mittwoch stand nicht nur das Mosaik im Mittelpunkt. Für ihre 25-jährige Tätigkeit als «Stampfi»-Abwahrt-Ehepaar wurden Nelly und Willi Maurer geehrt. Von 1986 bis 1994 hatten die Maurers die Funktion von Abwarten. Von 1995 bis 2005 stellvertretende Funktion, weil bis zu diesem Zeitpunkt der Abwart auch in der «Stampfi» wohnen musste. Seit 2005 sind die Maurers wieder das Abwart-Ehepaar. Die beiden sind also seit 25 Jahren für die Gemeinde tätig; 15 Jahre als Abwart, 10 als Stellvertreter. 25, 15, 10 – Esther Breitenmoser machte daraus ein sechsfaches Jubiläum, je 3 für Nelly und Willi Maurer...

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