Neues Wasserreservoir für Hausen und Kappel

Am Montagmorgen ist in Ebertswil der offizielle Spatenstich für den Reservoir-Neubau im Wald zwischen Husertal und Schweikhof erfolgt. Bis im Frühling 2019 entsteht hier ein unterirdischer Wasserspeicher mit 800’000 Liter Fassungsvermögen und ein Stufenpumpwerk.

Spatenstich für das neue Reservoir im Husertal. Von links: Markus Wyss, Präsident der Wasserversorgungsgenossenschaft Kappel, Thomas Hunziker, Projektleiter der Gemeinde Hausen, Brunnenmeister Manuel Schneiter und Bauleiter Tibor Enderes. <em>(Bild
Spatenstich für das neue Reservoir im Husertal. Von links: Markus Wyss, Präsident der Wasserversorgungsgenossenschaft Kappel, Thomas Hunziker, Projektleiter der Gemeinde Hausen, Brunnenmeister Manuel Schneiter und Bauleiter Tibor Enderes. <em>(Bild Martin Platter)</em>

Die vier Exponenten von Gemeinde, Wasserversorgungen und Bauunternehmen strahlen fürs Foto mit der Sonne um die Wette. Im Hintergrund ist bereits die Dimension zu sehen, die das neue, unterirdische Reservoir dereinst einnehmen wird. «2500 Kubikmeter Erdreich werden abgetragen, um die beiden Reservoir-Kammern mit einem Volumen von 350 und 450 Kubikmeter Wasser bauen zu können», erklärt Bauleiter Tibor Enderes. Rund zwölf Meter tief werde die Baugrube. Thomas Hunziker, der den Bau für die Gemeinde Hausen begleitet, ergänzt: «Der Neubau ersetzt die bisherigen Reservoire in Ebertswil und Kappel, die zurückgebaut werden.»

Die Wasserversorgungsgenossenschaft Kappel, Wvgk, hat an ihrer ausserordentlichen Mitgliederversammlung im Oktober 2016 einen Zusammenarbeitsvertrag mit der Gemeinde Hausen beschlossen, die für die Wasserversorgung im Oberämtler Hauptort zuständig ist. «Keine Fusion, sondern nur ein hydrologischer Zusammenschluss. Rechtlich bleiben wir eigenständig», betont Markus Wyss, der Präsident der Wvgk.

Der Kreditantrag in Höhe von 7,35 Millionen Franken wurde in Hausen mittels Urnenabstimmung im Februar 2017 gutgeheissen. Da es sich um ein interkommunales Projekt handelt, subventioniert der Kanton das Bauvorhaben mit 30 Prozent.

Netto haben die Gemeinden somit mit Kosten von 5,616 Mio. Franken zu rechnen, wovon 1,234 Mio. auf Kappel und 4,328 Mio. auf Hausen entfallen. Darin enthalten sind neben dem Reservoir und technischen Anpassungen sechs Kilometer Wasserleitungsbau für den Ringschluss mit Kappel, um die Versorgungssicherheit und die Löschwasserreserven sicherzustellen.

Die Wvgk behält ihr Reservoir am Albis oberhalb von Heisch, wird dieses Wasser aber ebenfalls in den Ringschluss einleiten. Bis im Frühling 2020 soll der hydrologische Zusammenschluss vollendet sein.

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