«Ob Himmel oder Höll – Hauptsach, du chunsch ...!»

Am vergangenen Samstag fand der Höckler Ball in Hedingen statt

Am Höckler Ball in Hedingen herrschte ausgelassene Stimmung, und die Guggen spielten fetzige Musik. (Bilder Nico Ilic)

Am Höckler Ball in Hedingen herrschte ausgelassene Stimmung, und die Guggen spielten fetzige Musik. (Bilder Nico Ilic)

Die Gäste übertrafen sich mit aufwendigen Verkleidungen, und auch die Guggen überraschten mit einzigartigen Gewändern. (Bild zvg)

Die Gäste übertrafen sich mit aufwendigen Verkleidungen, und auch die Guggen überraschten mit einzigartigen Gewändern. (Bild zvg)

Unter diesem Motto luden die Vollgashöckler letzten Samstag zur Fasnacht in die Schule Hedingen ein. Als Gastgeber prägten sie den Anlass nicht nur organisatorisch, sondern auch atmosphärisch entscheidend mit und wurden entsprechend als eines der Highlights des Abends wahrgenommen. Unterstützt wurden sie von weiteren Guggenmusiken, unter anderem den Säuliguggern aus Affoltern, die ebenfalls vor Ort spielten und zur ausgelassenen Stimmung beitrugen.

In der Turnhalle und im Festzelt sorgten die Guggenmusiken abwechselnd für musikalische Höhepunkte. Wenn an einem der beiden Orte gerade keine Gugge spielte, übernahm jeweils ein DJ mit Partymusik. Dadurch blieb der Abend durchgehend in Bewegung und bot den Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Programm. Zwar waren viele Gäste verkleidet erschienen, insgesamt prägten jedoch vor allem die zahlreichen anwesenden Guggenleute das Bild der Veranstaltung. Sie bestimmten das farbenfrohe Erscheinungsbild und unterstrichen den klaren fasnächtlichen Charakter des Anlasses.

Organisiert wurde der Ball von Ballchefin Michelle Stolz, die insgesamt zufrieden Bilanz zieht, den Abend jedoch realistisch einordnet. «Ich bin zufrieden, aber da viel los ist dieses Jahr, gab es auch schon bessere Bälle», sagt sie. Eine konkrete Besucherzahl könne sie nicht nennen, klar sei jedoch, dass viele Menschen den Weg nach Hedingen gefunden hätten. Besonders freue sie sich darüber: «Ich bin froh, sind so viele Leute gekommen, und ich danke allen, dass es stattfinden kann.»

Die Organisation bringe jedes Jahr Herausforderungen mit sich. «Es ist immer schwierig, Helfer zu finden», so Stolz. Unterstützung komme vor allem aus dem Umfeld der Kinderfasnacht. Einen besonderen Dank richtet sie an die Gugge Vollgashöckler, die sich stark einbringt und nach dem Fest die gesamte Nacht mit dem Abbau beschäftigt ist.

Für einen besonderen visuellen Akzent sorgte eine der auftretenden Guggen: Die Uzeapatscher aus Uzwil traten in eigens gestalteten LED-Gewändern auf, deren Lichteffekte auf die Musik abgestimmt waren. «Das ist einzigartig», sagt Stolz. Zudem feierten auffallend viele Guggen in diesem Jahr ein Jubiläum.

Finanziell bleibe ein solcher Anlass stets von den Besucherzahlen abhängig. «Dieses Jahr könnte es kritisch werden mit der Finanzierung», erklärt die Ballchefin. In Sachen Sicherheit halte man sich an bewährte Abläufe: Besonders nach den Ereignissen in Crans-Montana lasse man – wie seit Jahren – alles durch die Feuerpolizei abnehmen.

Trotz organisatorischer und finanzieller Herausforderungen zeigte die Fasnacht der Vollgashöckler in Hedingen eindrücklich, wie viel Engagement nötig ist, um einen solchen Anlass erfolgreich durchzuführen – ganz nach dem Motto: Hauptsache, man kommt.

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