Olympiamedaillen-Gewinner geehrt
Feier für die drei Aerials-Athleten am Mittwochabend in Mettmenstetten
Am Mittwochabend wurden die Rifferswilerin Lina Kozomara zusammen mit Noé Roth und Pirmin Werner in Mettmenstetten feierlich empfangen (siehe Front-Artikel). Nach den Worten von Andreas Isoz, welcher den Empfang als Geschäftsführer der Jumpin-Anlage initiiert hatte, kamen die Hauptprotagonisten auf der Bühne zu Wort. Die Säuliämtlerin Lina Kozomara sprach von einem «coolen Erlebnis». Mit acht Jahren habe sie begonnen zu springen und nun wisse sie für was. Das Gefühl sei einmalig.
Pirmin Werner aus Marthalen ZH gab Auskunft, wie er nach dem Sturz im Einzel-Final wieder genügend bereit für die Top-Sprünge im Mixed sein konnte. Er meinte, dass Motto dafür sei «The show must go on» und ergänzte: «Schlafen hilft auch immer.» Beim Team-Mixed-Wettkampf in Livigno konnten er und Noé Roth mit starken Sprüngen die beiden wegen Stürzen schlechter bewerteten Sprünge von Kozomara wieder wettmachen und Silber gewinnen.
Vier Medaillengewinner
Doppel-Silbermedaillen-Gewinner Noé Roth aus Baar sagte zu seiner Einstellung, dass er nach dem sehr knappen Finaleinzug im Einzel eigentlich nur noch gewinnen konnte. «Der Tag hat aber schon Nerven gekostet», ergänzte der 25-Jährige. Er wurde im Final mit Silber belohnt. Das erste olympische Edelmetall für die Schweiz seit 20 Jahren in der Disziplin Aerials.
Zu den dreien wurde auch Michael Vogt auf die Bühne geholt. Seines Zeichens Bronzemedaillen-Gewinner im 4er-Bob an den Olympia-Wettkämpfen in Cortina d‘Ampezzo. So zeigten sich an diesem Abend total vier Olympiamedaillen-Gewinner im Säuliamt. Er sei mit den Aerials-Athleten gut befreundet und wurde daher spontan auch zur Feier eingeladen, erklärte er auf Nachfrage. Die vier strahlten auf der kleinen Bühne um die Wette und zeigten stolz die um den Hals hängenden Medaillen.
Gratulationen von den Gemeinden
Der Rifferswiler Gemeindepräsident Christoph Lüthi liess sich die Gelegenheit nicht nehmen, an Lina Kozomara persönlich zu gratulieren. «Ich bin aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen», berichtete Lüthi, welcher die Sprünge im Fernsehen verfolgt hatte. «Die Medaille macht uns im Dorf stolz», sagte er und überbrachte Gratulationen im Namen des Gemeinderates und der ganzen Bevölkerung. «Ich hoffe nun in vier Jahren auf Gold», sagte er schmunzelnd zum Abschluss, wolle aber natürlich nicht zu viel Druck machen.
Mettmenstettens Gemeindepräsidentin Vreni Spinner sagte: «Ihr habt für mich nicht Silber gewonnen, sondern seid alle Olympiasieger und auch grosse Vorbilder für die Jugend.» Auch wenn die Athleten nicht im Dorf wohnen würden, so verbrächten diese doch viel Zeit in Mettmenstetten. «Ich bin besonders stolz, dass wir das bei uns feiern dürfen», erklärte sie und überreichte den Athleten einen Gutschein für das nahe gelegene Restaurant am Bahnhof.
Danach stiessen die gut 120 Gäste auf die Olympiagewinner an. Foto- und Autogrammwünsche wurden erfüllt. Die 20-jährige Lina Kozomara sagte gegenüber dem «Anzeiger», dass der Empfang mega lässig gewesen sei. «Ich bin froh gewesen, waren wir zu dritt auf dem Traktor und nicht ich alleine.» Das mit dem Empfang sei am Montag erstmals zur Sprache gekommen, also sehr spontan entstanden. Aus sportlicher Sicht würde noch ein Europacup-Rennen folgen. «Es ist aber noch unklar, ob wir daran teilnehmen werden», sagt die Sportlerin.












