Ortsteil mit Zusammengehörigkeitsgefühl
Im Weiler Wolsen, einem Ortsteil von Obfelden, fanden sich leicht 24 Familien, Einzelpersonen und Organisationen, die bereit waren, ein Adventsfenster zu gestalten. Allerdings ohne Konsumation. Zudem steht im Quartier ein geschreinerter Christbaum, der mit allerlei Christbaumschmuck für einen guten Zweck geschmückt wurde.

Anna Frick ist begeistert. Ihr Christbaumprojekt in Wolsen ist ein Erfolg. Immer mehr Kugeln, Engel, Herzen und weiterer selbstgemachter oder gekaufter Christbaumschmuck hängt am von der Schreinerei Frick AG gefertigten Holzbaum an der Wolserstrasse 37/39. «Die Leute haben Freude», erzählt Anna Frick. «Viele bringen Dinge zum Aufhängen, suchen das Gespräch und freuen sich über die reiche Dekoration im Aussenbereich unseres Hofes.» Im Stall mit der Krippe werden insbesondere Kinder ruhig und andächtig. «Täglich entdecke ich weiteren Baumschmuck, von dem ich nicht weiss, wer ihn hingehängt hat.» Jemand überreichte ihr sogar einen Briefumschlag mit einer Spende von 200 Franken für das Mettmenstetter Wohnheim Paradies. Es waren nicht nur Bewohner von Wolsen, welche die Aktion bisher unterstützt haben, es kamen auch viele Besucher aus anderen Obfelder Quartieren, aus der Region und dem Aargau, um den bunten Baum zu bewundern.
Vielfältiger Christbaumschmuck
An der Holztanne und am Objekt zum Aufhängen von wetteranfälligem Baumschmuck unter Dach findet sich ein buntes Sammelsurium an Weihnachtsschmuck: Werke von Kindern, kunsthandwerkliche Stücke, Glaskunst, bemalte Kugeln, originelle Objekte zum Schmunzeln sowie alter und neuer gekaufter Baumschmuck sind zu sehen und gern würde man mehr über die Geschichten der einzelnen Stücke erfahren. Anna Frick gefallen die Engel aus Draht und es tat ihr leid, dass die von einem Kind gestalteten Salzteigfiguren dem für Obfelden typischen Nebel zum Opfer fielen. Das Salz zog das Wasser in die Figuren und sie lösten sich auf. Vom 22. bis am 24. Dezember, jeweils von 14 bis 19 Uhr, kann der Baumschmuck gegen eine Spende gekauft werden. Jeder gibt so viel er geben möchte, sucht sich ein schönes Stück aus und meldet den Kauf Anna Frick. Das gesammelte Geld und den nicht verkauften Baumschmuck bringt sie ins Wohnheim Paradies in Mettmenstetten. Hier freut man sich über die Wolser Christbaumaktion.
Adventsfenster
Vielleicht spaziert man dieses Jahr, während das Christkind zu Hause seine Arbeit macht, mit den Kindern durch Wolsen und sucht Adventsfenster. Oder man besucht Wolsen für einen Verdauungsmarsch nach einem reichhaltigen Weihnachtsessen. Anna Frick gefällt besonders das Fenster von Rolf Wasmer. Sie bewundert seine kunstvollen Scherenschnitte. Eine Weihnachts-Linde steht vor der Ü-50-Siedlung Lindenbach bei der Busstation Wolsen. Eine Gruppe der Genossenschaft Lindenbach schmückte den Baum mit roten Christbaumkugeln und mit Naturmaterialien besteckten Kugeln, die sie in der hauseigenen Werkstatt und im hauseigenen Atelier angefertigt hatten. «Wir haben auch kugelrunde Platanenfruchtstände an die Linde gehängt», lacht Ursula Bosshard.
Auf der Plattform obfelden.info schreibt Dominik Stierli: «Mehrere Weiler und Quartiere in Obfelden halten auch dieses Jahr an der Tradition von Adventsfenstern fest. In Unterlunnern gibt es entlang der Kalchtarenstrasse viele Fenster zu bewundern. An der Wolserstrasse allein findet man die Hälfte der Wolser Fenster. Hier geschieht dies durch das Engagement von Leni und Rolf Vollenweider. Auf obfelden.info ist auch eine Karte eingefügt, die zeigt, wo sich die verschiedenen Adventsfenster befinden. Das gibt die Gelegenheit, beim Spaziergang durch die Obfelder Quartiere die ganze Tour zu unternehmen.


