Ottenbacher Schulpräsidentin abgewählt
Gioia Schwarzenbach Wälti fehlten lediglich drei Stimmen

Überraschung in Ottenbach: Gioia Schwarzenbach Wälti verpasste Wiederwahl als Primarschulpräsidentin und 6. Mitglied des Gemeinderates äussert knapp. Gaby Noser Fanger überflügelte als Gemeindepräsidentin ihren Herausforderer Ernst Diethelm hingegen sehr deutlich.
Für Gaby Noser Fanger beginnt am 1. Juli 2026, wenn alle neugewählten Behörden ihre Arbeit offiziell aufnehmen, die vierte Amtsdauer. Die Abwahl ihrer Kollegin Gioia Schwarzenbach bedauert sie sehr. «Sie spielte im Gemeinderat eine wichtige Rolle und hat sich mit viel Kompetenz für die Belange der Schule eingesetzt. Es ist sehr unglücklich, wenn am Schluss lediglich drei Stimmen fehlen», sagte die alte und neue Gemeindepräsidentin im Rahmen einer kleinen Wahlfeier im Restaurant Post. Auffallend: die vielen vereinzelten Präsidium-Stimmen, verteilt auf fünf Personen.
Nun muss jemand aus den Reihen der Schulpflege das Präsidialamt übernehmen. Eine Wahl findet am 14. Juni statt und erfordert 15 Unterschriften. Sie muss aus den Reihen der Primarschulpflegemitglieder kommen. Klar ist, dass Primarschulpfleger Lorenz Fanger als Schwager der Gemeindepräsidentin das Schulpräsidium und somit den 6. Sitz im Gemeinderat nicht übernehmen kann. In die Primarschulpflege gewählt wurden Carmen Dubs, Daniela Burkart, Brigitte Schneider (alle bisher) sowie Lorenz Fanger und Nadine Schor.
Die Rechnungsprüfungskommission wird von Bernhard Riniker (parteilos) präsidiert. Die Mitglieder: Dominique Lipp, Ralph Bänziger, Pavlina Rech und Nicole Schybli.
Franz Zeder wieder mit Bestresultat
Als neues Mitglied des Gemeinderates erzielte Franz Zeder (FDP) vor vier Jahren das Bestresultat. Und diesen Spitzenplatz nimmt der Finanz- und Liegenschaftenvorstand auch jetzt wieder ein – mit 837 Stimmen, gefolgt von Gaby Noser (parteilos) mit 827. Offenkundig sehen die Stimmberechtigten in ihm den kompetenten Hüter von Liegenschaften und Finanzen, der erst eine kleine Steuererhöhung beantragen musste und nach 10 Jahren in der RPK auch über viel Fachwissen verfügt. «Sparen, wo es geht, mit dem Steuerfranken seriös umgehen und Transparenz in der Finanzentwicklung herstellen ist wichtig», sagt er - auch darauf hinweisend, dass die Gemeinde lediglich über rund 25 Prozent der Steuereinnahmen eigenständig verfügen kann. Als Liegenschaftenvorstand hat Zeder die Hallenbad- und Sportplatzabstimmung souverän über die Ziellinie gebracht.
Neu im Gemeinderat Einzug gehalten haben die Parteilosen Marcel Niederer und Serge Bonvin, Sohn des ehemaligen Gemeindepräsidenten Willy Bonvin. Problemlos wiedergewählt wurde auch Ronald Alder (GLP, bisher), der ausserdem im Kantonsrat sitzt. Ernst Diethelm (parteilos) holte als Präsidium-Herausforderer von Gaby Noser Fanger (756 Stimmen) lediglich 112 Stimmen; offenbar fehlt es hier auch am nötigen Bekanntheitsgrad. Armin Töngi (parteilos) erreichte als Gemeinderat das absolute Mehr, schied aber als überzählig aus. Willy Pfäffli (parteilos) kam auf 106 Stimmen. – Die Stimmbeteiligung lag in Ottenbach zwischen 40 und 44 Prozent.


