Regionalplanung mit Praxisbezug
Ordentliche Frühjahres-DV der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt

Die Präsidentin, die Ottenbacher Gemeindepräsidentin Gaby Noser-Fanger, konnte die Delegiertenversammlung der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt (ZPK) vom vergangenen Mittwoch nach lediglich zwölf Minuten abschliessen. Es handelte sich um die letzte DV in dieser Zusammensetzung, im November wird die nach den Wahlen dieses Frühjahrs teilweise neu besetzte Delegiertenversammlung den neuen Vorstand wählen, der bisherige bleibt bis dann im Amt.
Der Jahresbericht 2025, der ebenso wie die Jahresrechnung einstimmig gutgeheissen wurde, zeigt jedoch, dass in der Regionalplanung einiges läuft und die Delegiertenversammlung durchaus auch kontroverse Debatten führt. Besonders umstritten ist die Frage einer weiteren Autobahnquerung zwischen Affoltern und Obfelden. Der Kanton vertritt die Auffassung, mit einer Leistungssteigerung des bestehenden Knotens und ergänzenden Massnahmen zur Buspriorisierung könnten die Probleme gelöst werden. Der Vorstand wollte dieser Empfehlung folgen und den Eintrag im Richtplan für eine zweite Brücke streichen. Die Stadt Affoltern hätte dank der Aufhebung der entsprechenden Baulinien zusätzliche Siedlungsfläche gewinnen können. Die Delegierten folgten aber mit 8 zu 7 Stimmen dem Antrag der Gemeinde Obfelden, welche die zweite Brücke nicht fallenlassen wollte.
Die zunehmenden Einsprachen und Rekurse gegen Projekte zur Innenverdichtung bewogen die ZPK, im Juli 2025 einen Workshop mit Behörden- und Verwaltungsmitgliedern der Gemeinden durchzuführen, um Erfolgsfaktoren zu identifizieren, mit welchen die gesellschaftliche Akzeptanz hochwertiger Innenentwicklungen gesteigert werden könnten. In der Folge wurde ein Leitfaden für die Gemeinden entwickelt.
Im Weiteren fand in Obfelden ein Abendspaziergang für Bau- und Planungsverantwortliche statt mit einem Schwerpunkt bei generationenübergreifenden Wohnformen. Die Serie der Abendspaziergänge wird im laufenden Jahr in Bonstetten fortgesetzt.
Im Anschluss an die ordentlichen Traktanden wurde unter der Leitung des regionalen Standortförderers, Johannes Bartels, das Projekt «Schritte zum Klimaziel der Energieregion Knonauer Amt» vorgestellt und rege diskutiert (Artikel in der nächsten «Anzeiger»-Ausgabe).


