«Reissverschluss» für Schule Mettmenstetten

Eine neue Doppelturnhalle, ein zusätzliches Primarschulhaus, Räume für die Tagesstrukturen und ein Begegnungsort – das alles umfasst die Erweiterung der Schulanlage in Mettmenstetten. Am Mittwoch wurden die Resultate des Projektwettbewerbs präsentiert.

Architekt Philipp Esch stellt sein Projekt «riri» vor. Im Hintergrund: Primarschulpräsidentin Beatrix Gallati. (Bild Thomas Stöckli)
Architekt Philipp Esch stellt sein Projekt «riri» vor. Im Hintergrund: Primarschulpräsidentin Beatrix Gallati. (Bild Thomas Stöckli)

«Für Mettmenstetten ist das ein grosser Meilenstein», sagte Beat Bär, Liegenschaftenvorstand der politischen Gemeinde. Im Kreise der Hauptbeteiligten wurde am Mittwoch, 24. Mai, die Wettbewerbsausstellung in der Alten Sennerei eröffnet. «Es war ein qualitativ hochwertiger Wettbewerb», so Bär. «Wir sind von den Leistungen beeindruckt.» 67 Teams hatten sich um die Teilnahme am Architekturwettbewerb beworben, zwölf wurden ausgewählt und zehn haben schliesslich auch ein Projekt eingereicht. «Es gab kontroverse Diskussionen», so der Juryvorsitzende Adrian Streich zum Bewertungsprozess, der Entscheid sei dann allerdings einstimmig gefallen.

Das Rennen gemacht hat das Projekt «riri» von Esch Sintzel Architekten, Zürich. «Riri» stehe für Reissverschluss, verriet Architekt Philipp Esch. Gemeint sei, dass sich die länglichen neuen Baukörper von Doppelturnhalle und Primarschulhaus wie Zähne eines Reissverschlusses an die bestehenden Bauten einfügen.

Bezug für 2021 angestrebt

 

Ihn habe vor allem die Mischung der Nutzungen mit Schule, Bibliothek und Hort angesprochen, so Esch. Ein weiterer spannender Aspekt im Planungsperimeter sei der reichlich vorhandene Raum gewesen: «In dichter Umgebung denkt man von der Baumasse her, hier konnten wir die Sicht umkehren auf den Freiraum.» Entsprechend hatte er das Bild eines Campus vor Augen: Eine Grünanlage, in der die Häuser Platz finden. So habe man beim Setzen der Turnhalle darauf geachtet, dass der Baumbestand möglichst unangetastet bleibt.

Bereits begonnen hat der Beurteilungsprozess durch die Nutzergruppen. Sie prüfen das Projekt darauf, ob ihre Ansprüche erfüllt sind, und was sich noch optimieren liesse. Noch nicht befriedigend gelöst ist etwa die Anlieferung der Holzschnitzel für die geplante Heizung. Am 28. August findet dann eine öffentliche Informationsveranstaltung statt, ehe die Mettmenstetter am 24. September an der Urne über einen Projektierungskredit von nach heutiger Schätzung rund 2,5 Mio. Franken entscheiden. Der Baukredit soll dann im September 2018 vors Volk. Ziel ist eine Eröffnung 2021. Das Gesamtprojekt dürfte mindestens 25 Mio. Franken kosten.

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