«Säuli-Airport» in Kappel hebt erfolgreich ab
Dank zwölf Monaten Planung, vier Wochen gezielter Vorbereitung und einer intensiven Aufbauwoche
Mit dem «Säuli-Airport» hoben die Säuligugger an der diesjährigen Fasnacht thematisch ab. Das Motto stammt – wie jedes Jahr – von den Säuliguggern selbst und bildet die Grundlage für die gesamte Gestaltung des Anlasses. Was für die Besucherinnen und Besucher während weniger Tage als stimmiges Gesamtbild erlebbar ist, basiert auf einer Planungsarbeit, die sich über ein ganzes Jahr erstreckt. «Die Planung hat am Tag nach der letzten Fasnacht angefangen. Sie dauert immer zwölf Monate», sagt Gian Keller, Präsident der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon. Auch wenn die sichtbaren Vorbereitungen «grundsätzlich wie immer eine Woche lang» dauern, beginne die intensive Arbeit deutlich früher. «Damit das in einer Woche funktioniert, haben wir vier Wochen Vorbereitung», erklärt Keller.
Selbst gebautes Flugzeug aus Holz
Ab Montag war der Saal belegt. Jeden Abend arbeiteten zwischen 40 und 50 Helferinnen und Helfer daran, das diesjährige Sujet umzusetzen. Herzstück des «Säuli-Airports» war ein grosses Flugzeug aus Holz. Gebaut wurde es von den Säuliguggern selbst. Dabei konnten sie auf die Unterstützung verschiedener Zimmereien und Schreinereien zählen. «Ohne das wäre es nicht möglich gewesen», betont Keller. Sowohl Material als auch Manpower seien zur Verfügung gestellt worden. Das Projekt sei ein Gemeinschaftswerk gewesen, getragen von viel Engagement und handwerklichem Know-how.
Der Aufbau verlangte nicht nur Kreativität, sondern auch Organisation. Während draussen der Alltag weiterlief, wurde im Saal jeden Abend gearbeitet, geschraubt und aufgebaut. Dass am Ende alles reibungslos funktionierte, sei das Resultat der sorgfältigen Vorbereitung und der eingespielten Zusammenarbeit.
Ein Thema, das in diesem Jahr stärker in den Fokus rückte, war der Brandschutz. «Wir halten uns seit Jahren an die geltenden Vorschriften», sagt Keller. Neu sei gewesen, dass die Gemeinden ihrer Pflicht erstmals aktiv nachgekommen seien und die Vorschriften eingefordert hätten. Die Feuerpolizei habe wie immer sämtliche Installationen kontrolliert und abgenommen. «Inhaltlich war es nichts Neues, aber die Bürokratie war stärker», so Keller. Für die Verantwortlichen bedeutete dies zusätzlichen administrativen Aufwand, an den grundlegenden Sicherheitsmassnahmen habe sich jedoch nichts geändert.
«Wir dürfen sehr zufrieden sein mit der Besucherzahl», sagte Keller. Die Rückmeldungen seien positiv gewesen, die Stimmung im Saal entsprechend gut.
Telefonistin auf Plakette
Ein fester Bestandteil der Fasnacht in Uerzlikon ist die jährlich neu gestaltete Plakette der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon (FGU). In diesem Jahr ziert eine Telefonistin das Sammlerstück. Die Plakette ist jeweils am Umzug erhältlich und kann gesammelt werden. Sie erscheint in Gold, Silber und Bronze. Silber und Bronze können am Sonntag am Umzug gekauft werden. Über die Jahre hinweg ist so eine kleine Tradition entstanden, bei der viele Fasnachtsbegeisterte ihre Sammlung stetig erweitern. Für die musikalische Unterhaltung sorgten befreundete Guggen der Säuligugger, die jeweils eingeladen werden. Die Auswahl erfolgt innerhalb des befreundeten Netzwerks. So bleibt die Fasnacht nicht nur ein kreativer Anlass, sondern auch ein Ausdruck der Verbundenheit unter den Guggen.
Der «Säuli-Airport» war somit weit mehr als eine dekorative Kulisse. Hinter dem Flugzeug aus Holz, hinter dem thematisch gestalteten Saal und hinter dem gelungenen Anlass stehen zwölf Monate Planung, vier Wochen gezielte Vorbereitung und eine intensive Aufbauwoche mit bis zu 50 Helfenden pro Abend. Ein Gemeinschaftsprojekt, das zeigt, wie viel Engagement nötig ist, damit eine Fasnacht für wenige Tage abheben kann.




















