Sek Affoltern/Aeugst: 2026 bleiben die Steuern gleich

Versammlung der Sekundarschule genehmigt Budget 2026 und Steuerfuss von 21 Prozent

Im Bild: Urs Bregenzer, scheidender Präsident der Sekundarschulpflege, und Christian Steiner (am Pult), Finanzchef. (Bild Claudia Eugster)

Nicht nur gute Nachrichten hatte der Finanzchef der Sekundarschulgemeinde Affoltern/Aeugst, Christian Steiner, am Montagabend für die etwa 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der die Schulen betreffenden Gemeindeversammlung parat. Zwar könne der Steuerfuss von 21 Prozent beibehalten werden, verkündete er, machte aber gleich zu Beginn seiner Ausführungen zum Budget 2026 deutlich: «Wir haben zu wenig Einnahmen, um die Ausgaben decken zu können.» Trotz der im vergangenen Jahr beschlossenen Steuererhöhung von damals 19 auf 21 Prozent werde diese Erhöhung aber erst im Jahr 2028 zu einem ausgeglichenen Budget führen. Nur weil man über eine noch relativ hohe Eigenkapitaldecke verfüge und in den nächsten Jahren das Defizit wieder gedeckt werden könne, könne man auf eine Steuererhöhung im Jahr 2026 verzichten. Trotz punktueller Sparmassnahmen steige der Aufwand nämlich weiter. Im Jahr 2026 rechnet man mit einem Aufwand von 15,4 Millionen Franken und einem Ertrag von 14,6 Millionen Franken. Dies führt zu einem budgetierten Aufwandüberschuss von 770000 Franken für das Jahr 2026.

Unterricht in Containern

Eine Wortmeldung von alt Stadtpräsident Toni Bortoluzzi bezog sich auf die Container, die vor einigen Jahren zur Beschulung von Jugendlichen vom Wohnheim Lilienberg angeschafft worden waren. Die Sekundarschule Affoltern/Aeugst führt seit 2013 Aufnahmeklassen Asyl. So gehen jugendliche Asylsuchende, die im Wohnheim Lilienberg untergebracht sind, in Affoltern in ihre eigene Container-Schule. Die Sekundarschule organisiert den Schulbetrieb. Das Volksschulamt des Kantons Zürich übernimmt die Personalkosten, die Sozialleistungen und Betriebs- und Materialkosten.

Vor allem in der Coronazeit waren diese teilweise übervoll mit bis zu 80 Schülern. Diese Container habe die Sekundarschule aufgestellt, ohne die Kompetenz dazu gehabt zu haben, rügte Bortoluzzi. Sekundarschulgemeindepräsident Urs Bregenzer, der im kommenden Jahr bei den Wahlen am 8. März nicht mehr antritt, zeigte sich sportlich: «Diesen Rüffel nehme ich gerne entgegen.» Später erläuterte Bregenzer noch die aktuellen Schülerzahlen. Nach dem Höhepunkt 2022 mit 80 Schülerinnen und Schülern sind es derzeit noch 22 Personen, die in den Containern unterrichtet werden.

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