«So extrem war es noch nie»
Schäden an Böden und Fenstern, eine grosse Unordnung: Das ist das Resultat einer ausufernden Silvesterfeier auf dem Areal des Schulhauses Ennetgraben in Affoltern.
Abgebrannte Feuerwerkskörper auch auf dem benachbarten Landwirtschaftsland, leere Bierflaschen auf den Pingpong-Tischen – das sieht man nach Silvester- und 1.-August-Feiern an manchen Orten. Auf dem Ennetgraben-Areal in Affoltern kommen dieses Mal aber massive Schäden hinzu. Abgebranntes Feuerwerk hinterliess auf dem Asphaltbelag des Basketballplatzes und auf dem Tartanboden, wo Fuss- und Handball gespielt wird, unübersehbare Brandlöcher. Dazu wurde auch eine Fensterfront in Mitleidenschaft gezogen. Laut einer Schätzung von Hausdienstleiter Daniel Mathys bewegen sich diese Schäden zwischen 7000 und 7500 Franken – ohne die Kosten für die Reinigung, für die Mathys einen halben Tag aufwenden musste.
Immer wieder Vandalismus
«So extrem war es noch nie», so das Fazit aus seiner 25-jährigen Tätigkeit im Dienst der Schule. Wegen Sachbeschädigung hat er denn auch Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. Ein Schulareal-Nachbar, der sich über das Verhalten der Leute «masslos aufgeregt hat», sagt: «So schlimm wie heute habe ich diesen Platz noch nie gesehen. Es sieht aus wie im Krieg.» «Dass hier die Steuerzahler für die Reparaturen und für die Reinigung bezahlen sollen, ist nicht richtig. Das Geld entgeht der Schule», sagt Urs Bregenzer, Präsident der Sekundarschule Affoltern/Aeugst, der eine Anzeige gegen Unbekannt begrüsst. Nun, Vandalismus ist beim Schulhaus Ennetgraben nichts Unbekanntes. Immer wieder werden Gebäudeteile mit Farbe überzogen, und wiederholt kommt es zu Beschädigungen. «Wir haben jungen Männern auch schon für ein Jahr ein Arealverbot ausgesprochen», hält Urs Bregenzer fest. Ihm ist aber vorliegend auch klar, dass es schwierig ist, die Verursacher zu eruieren. Ein Feuerwerksverbot? «Darüber kann man nachdenken. In St. Moritz gibt es das», hält der sich derzeit im Engadin aufhaltende Schulpräsident fest. (-ter.)






