Sozialdienst, Gemeinderatswahlen und das Spritzenhaus

Neben der Geselligkeit standen am gut besuchten Bonstetter Neujahrsapéro die Rückschau 2016 und der Ausblick auf das neue Jahr durch Gemeindepräsident Bruno Steinemann im Zentrum.

Der 2017 zurücktretende Gemeindepräsident Bruno Steinemann blickte anlässlich des Bonstetter Neujahrsapéros zurück und in die Zukunft. (Bild Urs E. Kneubühl)
Der 2017 zurücktretende Gemeindepräsident Bruno Steinemann blickte anlässlich des Bonstetter Neujahrsapéros zurück und in die Zukunft. (Bild Urs E. Kneubühl)

Der stattliche Aufmarsch zum traditionellen Neujahrsapéro der Gemeinde Bonstetten zeugte ebenso von einem kräftig atmenden Dorfleben, wie die entspannte Herzlichkeit und die aktive Gesprächskultur, die am Donnerstagabend im Gemeindesaal herrschten. Ein festliches, ja freundschaftliches erstes Treffen 2017 auf offizieller Gemeindeebene wars, musikalisch fein umrahmt von Drehorgel-Mann Werner Utz und Pianist Casey Crosby. Im Mittelpunkt des geselligen Zusammenseins standen die Begegnung und die gutnachbarschaftliche Plauderei, dazwischen für einige Minuten die Rückschau und der Ausblick von Gemeindepräsident Bruno Steinemann.

Aktives Dorfleben, Kirchengeläut und eine Weltmeisterin

5450 Einwohner zählte Bonstetten 2016 – und sie alle erlebten im vergangenen Jahr ein aktives Dorfleben mit acht Anlässen, an denen jeweils mehrere Hundert Leute teilnahmen. Herausragend dabei waren die Anlässe rund um den «Donnschtig-Jass» vom Fernsehen SRF, welcher mangels Qualifikation mit einer ebenso viel beachteten und gut besuchten «Dorfchochete» würdig beschlossen wurde. Die Erneuerung der Chilestrasse hob der Gemeindepräsident genauso als Meilenstein hervor, wie die Einweihung der neuen katholischen Kirche mit der Wohnüberbauung Mauritiuspark. Bezüglich Kirchen kam Steinemann selbstredend nicht um die Diskussionen bezüglich Geläut der reformierten Kirche herum. Diese endeten im vergangenen Spätsommer mit der Einigung auf Verschiebung des Frühgeläuts von 6 auf 7 Uhr sowie auf den Verzicht des Viertelstundenschlags zwischen 22 und 7 Uhr.

Der Gewinn des Weltmeistertitels im Bouldern durch Petra Klingler und die Pensionierung langjährigen Personals der Gemeindeverwaltung – unter Würdigung der entsprechenden Leistungen – sowie die temporäre Beherbergung und Betreuung von rund 80 Flüchtlingen in der Militärunterkunft im Sous-Sol des Gemeindehauses waren ebenfalls in der Rückschau 2016 angesprochene Themen.

Umsetzung Einheitsgemeinde, Finanzen, Sozialdienst und Wahlen

Auch im eben angebrochenen Jahr 2017 warten etliche Termine und Themen, welche Bonstetterinnen und Bonstetter beschäftigen werden. Die Umsetzung der Einheitsgemeinde soll weiter voranschreiten: Die Neugestaltung des Gemeindeauftritts im Internet, ebenso auf Briefschaften und Formularen werden angepackt, ebenso weitere Vereinheitlichungen sowie die neue Organisation der Verwaltung. «Finanziell», so hielt Bruno Steinemann weiter fest, «sind wir in einer stabilen Situation mit 13 Millionen Steuereinnahmen, einem Finanzausgleich von vier Millionen und sieben Millionen Schulden.» Der Gemeindepräsident merkte dazu auch an, dass man gerade eine Krediterneuerung über 4 Millionen Franken mit 0,2 Prozent Zinsgutschrift getätigt habe. «Dass uns für geschuldetes Geld noch Zins gutgeschrieben wird, haben wir bislang auch noch nie gehabt», resümierte Steinemann.

Am 12. Februar wird Bonstetten zudem gemeinsam mit den Nachbargemeinden Stallikon und Wettswil über die Gründung einer interkommunalen Anstalt «Sozialdienst Unteramt» mit gemeinsamer Sozialbehörde entscheiden. Gleichzeitig stehen die Gemeinderatswahlen und die Wahl eines neuen Gemeindepräsidenten an. Der zurücktretende Gemeindepräsident durfte diesbezüglich erfreuliche aktuelle Informationen zum Gesundheitszustand vom in den Skiferien schwer verunglückten Finanzvorstand und Präsidentschaftskandidat Frank Rutishauser bekannt geben: «Er ist bezüglich Besserung auf gutem Weg und kann demnächst das Spital zum Wechsel in die Rehabilitation verlassen», liess Steinemann verlauten.

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