Strom-Mangellage-Konzept für den Bezirk Affoltern steht

Bliebe im Winter der Strom weg, wäre man im Bezirk Affoltern so weit wie möglich gerüstet. Das entsprechende Konzept der Regionalen Führungsorganisation war Thema an der Delegierten­versammlung des Sicherheitszweckverbands Albis.

Stromunterbrüche haben wohl die ­meisten schon einmal erlebt. Allerdings meistens lediglich kurzfristig und ohne grösseren Schaden. Kommt es aber zu einem flächendeckenden, mehrtägigen Ausfall der Stromversorgung, sind viele Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft empfindlich betroffen. Die Regionale Führungsorganisation (RFO) hat in Anbetracht einer sich abzeichnenden möglichen Energiekrise im kommenden Winter im Juli dieses Jahres ein Strom-Mangellage-Konzept erarbeitet. Anlässlich der Delegiertenversammlung des Sicherheitszweckverbandes Albis (Szva) vorgestern im Mehrzweckgebäude ­Affoltern wurde dieses thematisiert.

Empfehlungen für die Gemeinden …

«Mit dem Wegfall der Stromversorgung fallen alle elektrischen Systeme aus», beschreibt das Konzept das Szenario eines Blackouts, was einerseits ­weitgehende Auswirkungen auf das ­öffentliche Leben hätte: Ausfall von ­Wasser­versorgungs- und Abwasser-­entsorgungsanlagen, Ampeln und Telekommunikations­netze würden ­genauso ausfallen, wie Schliesssysteme, Bancomaten etc. Stromabhängige ­Verkehrssysteme wie Zug und Tram ­führen nicht mehr und auch Gesundheitsinstitutionen wären betroffen.

Entsprechend, so empfiehlt das RFO-Konzept, sollten die Kommunen «alles daransetzen und entsprechend bereithalten, dass die Grundstruktur der ­Gemeindeverwaltung erhalten bleibt, wenn auch mit Einschränkungen»: ­Reservematerial für Licht, Wasser, Papier, Notstromaggregate und Notunterkünfte, Decken, Kommunikations- und Informationsmittel usw. Zudem seien Massnahmen zur Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens (Spital, Alters- und Pflegeheime etc.), der Grundversorgung der Bevölkerung, von Nutz- und Haustieren (Ernährung und Gesundheit) sowie hinsichtlich Hygiene (Wasserversorgung, Abwasser, Müllabfuhr) vorgesehen. Auch an die Sicherstellung der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit sollte im Blackout-Fall gedacht werden. «Es macht Sinn, wenn sich Gemeinden gegenseitig unterstützen und Synergien nutzen», so die zusätzliche Empfehlung der RFO.

… und Tipps für jeden Einzelnen

Das Konzept gibt aber auch Tipps zur persönlichen Vorsorgeplanung jedes Einzelnen: Natürliches Wasser zum Trinken, Kochen und für die Hygiene etc. (in PET), ebenso Hygieneartikel ­sollten vorhanden sein. Nicht fehlen bei ­einem Blackout dürfen auch Konserven und Decken zum Warmhalten, Kerzen und Anzündmittel wie Streichhölzer oder Feuerzeuge, Taschenlampen mit Ersatzbatterien und -akkus sowie ­Gaskocher und Brennholz für Öfen und Cheminée.

An ausreichend Bargeld in Reserve sowie an genügend Müllsäcke muss ­gleichermassen gedacht werden. «Wenn ein Gebäude verlassen wird, sollten Schlüssel, Geld und Ausweise mitgenommen werden», rät das Konzept der Regionalen Führungsorganisation und weist mahnend auch darauf hin, dass «nicht funktionierende Elektrizität auch Einbrecher und Plünderer anziehen kann, weshalb es wichtig ist, dass man dennoch Lichtmittel hat.»

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