Tempo 30 und mehr Austausch zwischen den Generationen
Bonstettens Bevölkerung wünscht sich mehr Gemeinschaft und weniger Individualität.
«Chum, tuen es Chläberli für de Märtplatz ane!», «Nei ich bruch no eis für d Dorfbeiz!» So klang es, als es darum ging, die gesammelten Ideen zu gewichten. Vor den Tafeln gab es angeregte und engagierte Diskussionen, und manchmal mussten sich die Teilnehmenden sogar einen Moment gedulden, um ihr Votum abzugeben.
Tempo-30 und eine Gemeindefusion
Bei den Themen Verkehr und Mobilität wünscht sich die Bonstetter Bevölkerung zukünftig besonders werktags noch bessere Anbindungen ans ÖV-Netz, beispielsweise mittels eines 15-Minuten-Takts ins Dorf. Daneben fanden verkehrsberuhigende Massnahmen breite Unterstützung. Besonders die Tempo-30-Zone im Dorfkern erhielt viel Zuspruch, was wohl auch dem zweiten grossen Anliegen – sichere Schulwege für die Kinder und Jugendlichen – zuträglich wäre. Die Energieproduktion wünschen sich die Einwohnerinnen und Einwohner künftig durch Windkraft- oder Solaranlagen. Daneben soll der Energieverbrauch durch Minergiebauten, eine ökologische Bauordnung oder intelligente Strassenbeleuchtungen gesenkt werden, um näher in Richtung der 2000-Watt-Gesellschaft zu kommen. Auch die Idee eines energieautarken Dorfes fand Anklang. Bei den Themen Gesellschaft, Generationen und Gesundheit wurde insbesondere die Idee einer Fusion Bonstettens mit Wettswil und Stallikon breit unterstützt. Ebenso tauchte die Forderung auf, Bonstetten solle dem Spitalzweckverband wieder beitreten. Und auch öffentlicher Marktplatz oder ein Kultur- und Freizeitzentrum fanden bei der Bevölkerung Anklang.
Zentraler Wohnraum für Senioren
Ebenfalls ein dominierendes Thema war das Wohnen im Alter. Gewünscht werden gut erschlossene, generationenübergreifende Wohnformen zu bezahlbaren Preisen, wobei die noch bestehenden Grünraumflächen zu bewahren und die Bauzonen nicht auszuweiten seien. Ausserdem wurde in Sachen Ernährung der Wunsch nach lokal produzierten Lebensmitteln breit unterstützt.
In einem nächsten Schritt wird der Gemeinderat die Ideen, Wünsche und Visionen zusammentragen und sie anlässlich einer zweitägigen Klausur im März auswerten. Und dann... dürfte es spannend werden.








