Treppe am Üetliberg verschüttet

In der Nacht auf Mittwoch kam es am Üetliberg zu einem Felssturz. Gemäss dem Tiefbauamt Zürich sind gut acht Kubikmeter Fels abgebrochen.

Der Felssturz am Üetliberg blockiert den Wanderweg. (Bild Tiefbauamt Kanton Zürich)
Der Felssturz am Üetliberg blockiert den Wanderweg. (Bild Tiefbauamt Kanton Zürich)

Auf dem Wanderweg kurz vor dem Fernsehturm des Üetlibergs sind in der Nacht auf Mittwoch mehrere Felsbrocken abgestürzt. Die geschätzten acht Kubikmeter der heruntergekommenen Felsmasse entsprechen etwa den Ausmassen eines Kleinwagens. Gemäss Thomas Maag, Sprecher der kantonalen Baudirektion, waren am Mittwoch bereits Mitarbeiter vor Ort und haben Fotos gemacht. Für den gestrigen Donnerstag waren ­Geologen des kantonalen Tiefbauamts aufgeboten, um die Abbruchstelle und den Schaden zu begutachten.

Wie Maag weiter ausführt, war dieser Bereich seit dem letzten Felsabbruch vom Januar 2020 mit einem Gitter ­abgesperrt. «Mit einer Umzäunung konnten wir die Situation so weit entschärfen, dass wir den angrenzenden Wanderweg wieder aufmachen und die Treppe freigeben konnten. Trotzdem wies seither ein Schild darauf hin, dass die Gefahr von Steinschlag besteht und die Stelle achtsam zu passieren ist», ­erklärt der Sprecher. Der Weg bleibt nun bis auf Weiteres gesperrt.

Nach Informationen des Tiefbauamts besteht der Üetliberg hauptsächlich aus Molasse. Beim abgebrochenen Felsen handelt es sich um sogenanntes verfestigtes Lockergestein. Diese Gesteinsart ist sehr viel jünger – wobei diese immer noch rund 200000 Jahre alt ist. In dieser Nagelfluh gibt es Durchbrüche und Furchen, die Gesteinstürme entstehen lassen. Die Felsabbruchstelle ist aus geologischer Sicht ein besonders wichtiger Zeitzeuge innerhalb der Albiskette und steht unter Schutz. Deshalb konnte das Tiefbauamt nach dem ersten Abbruch den Bereich nicht mit Spritzbeton oder Metallklammern sichern.

Weitere Artikel zu «Bezirk Affoltern», die sie interessieren könnten

46 Monate Gefängnis für «Kurier»
Bezirk Affoltern08.01.2026

46 Monate Gefängnis für «Kurier»

Das Bezirksgericht Affoltern hat einen 52-jährigen, in der Schweiz niedergelassenen Deutschen mit türkischen Wurzeln als Mittäter einer Betrügerbande zu einer…

Höhepunkt des Abends: Bruno Bébié (vierter von links) übergibt das Label «Energiestadt» an Roger Schuhmacher (Ressorts Liegenschaften, Energie und Umwelt).
Bezirk Affoltern08.01.2026

Unterhaltsamer Start in das neue Jahr und eine Auszeichnung

Trotz viel Informationen war der Neujahrsapéro in Bonstetten humorvoll gestaltet
Sie engagiert sich für einen Fussballverein, der für alle Mädchen und Frauen im Bezirk offen stehen würde: Melina Steinemann vom FC Hausen. (Bild Florian Hofer)
Bezirk Affoltern08.01.2026

Neuer Verein für Frauenfussball?

Im Knonauer Amt gibt es ernsthafte Bestrebungen für eine zentrale Anlaufstelle