Übermass an Gesetzen und Verordnungen
Viel Politprominenz und zwei bekannte Gastreferenten an der 53. Generalversammlung des Hauseigentümerverbandes (HEV) Albis.

Der bis auf den letzten Platz gefüllte Kasinosaal Affoltern zeigte deutlich, dass der HEV als eine notwendige und beliebte Institution wahrgenommen wird. Die Hausbesitzer schätzen nicht nur ihre politischen Vertreter in Bundesbern, sondern auch die vielen Dienstleistungen, welche der Verband zur Verfügung stellt. Hauseigentümer werden vielfach mit den verschiedensten Problemen, Vorschriften und Formalitäten und nicht zuletzt mit steuerlichen Belastungen konfrontiert. Die Generalversammlung übernimmt daher immer auch die Rolle des Austausches und einer gewissen Standortbestimmung.
Der Wichtigkeit dieser Zusammenkunft Rechnung tragend, lädt der Vorstand des HEV stets auch prominente Gastreferenten ein. So durfte HEV-Albis-Präsident René Homberger am letzten Freitagabend mit den beiden Nationalräten Gregor Rutz und Hans Egloff zwei Referenten vorstellen, welche im Bundesparlament die Interessen der Hausbesitzer vertreten. Homberger weiss aber auch, dass die Hausbesitzer es neben allen Sorgen und widrigen Umständen durchaus zu schätzen wissen, einen gemütlichen Abend mit Gleichgesinnten zu verbringen. So zeigte sich die diesjährige 53. Generalversammlung des HEV Albis auch als Unterhaltungs-Event.
Homberger eröffnete die GV mit einem gekonnten Show-Effekt, indem er vor allen trockenen Traktanden erst einmal ein musikalisches Sahnehäubchen präsentierte: Mit den bekannten jodelnden Geschwistern Rymann übertraf er die Erwartungen seiner Mitglieder und die Stimmung im Saal entsprach bereits nach Minutenfrist keineswegs der einer freudlosen GV-Tagesordnung.
Referat mit Unterhaltungswert
Gastreferent und SVP-Nationalrat Gregor Rutz setzte dann nach der speditiven Erledigung der Traktandenpunkte die Entertainment-Folge konsequent weiter. Trotz der durchaus ernst gemeinten Geisselung der unzähligen und unsinnigen Gesetze und Verordnungen, welche Bundesbern Jahr für Jahr produziert, besassen seine aufgeführten Beispiele einen beachtlichen Unterhaltungswert. Rutz, als Präsident der IG Freiheit, nahm sich denn auch die Freiheit und forderte einen rigorosen Abbau solcher sinnlosen Vorschriften. Immerhin durfte René Homberger seine Mitglieder nach dem späten Nachtessen und dem «Schacher Seppli», vorgetragen von den Geschwistern Rymann, gut gelaunt verabschieden.


