Üetliberg-Landschaft zeitgemäss schützen
Das Gebiet Üetliberg-Albis zeichnet sich durch eine grosse Vielfalt an Lebensräumen für Pflanzen und Tiere aus. Gleichzeitig ist es ein attraktives Ziel für Erholungssuchende und Freizeitsportler.

Der kantonale Richtplan sowie das Planungs- und Baugesetz verpflichten den Kanton Zürich, Schutzmassnahmen für das Gebiet Üetliberg-Albis zu treffen. Die Schutzverordnung Üetliberg-Albis hat zum Ziel, die landschaftliche Eigenart des Gebiets mit den vorhandenen Naturwerten auch für künftige Generationen zu bewahren. Sie stimmt die verschiedenen Interessen aufeinander ab und zeigt auf, welche Schutzziele erreicht werden sollen und wie das Gebiet künftig genutzt werden kann.
Mit Hilfe von Bestimmungen, die den heutigen Bedürfnissen und Ansprüchen angepasst sind, soll die Landschaft weiterhin Raum für abwechslungsreiche Landschaftserlebnisse und verschiedenartige Erholungsaktivitäten bieten. Zudem soll die wertvolle Kulturlandschaft erhalten bleiben sowie die Land- und Forstwirtschaft zeitgemäss und nachhaltig wirtschaften können.
Die Erarbeitung erfolgte unter Einbezug der betroffenen Gemeinden, Grundeigentümer, Bewirtschafter und verschiedenen Interessengruppen. Der Entwurf der Schutzverordnung lag vom 11. November bis 10. Dezember 2015 öffentlich auf. Anschliessend hat die Baudirektion die Schutzverordnung auf Basis der Einwendungen überarbeitet und nun festgesetzt.
Neben kleineren Korrekturen und Anpassungen am Text wurde die Abgrenzung der Schutzverordnung in der Allmend Brunau und im Albisgüetli reduziert. Zudem lässt eine Anpassung der Bestimmungen das nicht gewerbliche Pflücken von Bärlauch, Beeren und häufigen Pilzarten in der Waldschutzzone zu.
Reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt, attraktives Erholungsgebiet
Das weitgehend bewaldete Gebiet Üetliberg bildet den nördlichen Abschluss der Albis-Bergkette, eines markanten Molassebergrückens zwischen den engen Tälern der Sihl und der Reppisch. Es schliesst den Landschaftsteil mit ein, der vom Üetliberg über das Albis-güetli und den Höckler bis in die Allmend Brunau vorstösst. Dieses ganzjährig attraktive Erholungsgebiet für den Grossraum Zürich trägt zusammen mit anderen naturnahen Räumen wie dem Pfäffikersee oder dem Tössbergland wesentlich zur hohen Lebensqualität im Kanton Zürich bei.
Das Gebiet zeichnet sich durch eine grosse Vielfalt an Lebensräumen für eine reichhaltige, zum Teil stark gefährdete Tier- und Pflanzenwelt aus. Da dieser Landschaftsraum kaum durch Strassen und Infrastrukturanlagen zerschnitten ist, ist die biologische Durchlässigkeit und Vernetzung gut gewährleistet.
Am Üetliberg und Albis findet sich zudem eines der grössten Eibenvorkommen Europas. Wegen seiner ausserordentlichen geologischen, biologischen, kulturhistorischen und landschaftlichen Werte wird das Gebiet bereits seit 1983 als Landschaft und Naturdenkmal von nationaler Bedeutung beurteilt. (ki.)


