Wasser Marsch über die Reussbrücke
Durchdiener eines Rettungszugs der Genietruppen bauten am vergangenen Donnerstag einen Wassertransport über die Reussbrücke in Obfelden.

Rund 30 Durchdiener, darunter drei Frauen, eines Rettungszuges des Katastrophenhilfe-Bereitschaftsbataillons der Genietruppen aus Bremgarten, bewältigten in Obfelden eine überaus interessante Übung. Die Aufgabe erklärte Oberleutnant Kevin Lehmann mit einigen einfachen Worten. Die Ausführung allerdings benötigte etwas mehr Know-how und vor allem einiges an technischem Gerät.
Die Übungsannahme verlangte, Wasser von der Reuss in möglichst kurzer Zeit zu einem künstlich erstellten Bassin zu transportieren. So eine Situation wäre nötig, falls in zweckmässiger Nähe kein Wasserbezugsort existierte oder ein Helikopter der Armee an einer geeigneten Stelle Wasser aufnehmen müsste. Der Rettungszug erstellte auf der aargauischen Seite der Reuss ein 50 Kubikmeter fassendes Bassin. Hier wäre zum Beispiel ein überaus günstiger Ort für einen wasseraufnehmenden Helikopter der Armee.
Innert kurzer Zeit 4000 Liter Wasser transportiert
Für den Bezug des Wassers aus dem Fluss eignete sich jedoch eine flache Stelle am Fluss auf der zürcherischen Seite der Reuss bestens. Es galt, mit riesigen Schläuchen eine Leitung über die Brücke zum Bassin zu bauen. Ab Kommando zum Bau des Bassins und der Leitung verstrichen knapp zwei Stunden, bis das rund 4250 Liter fassende Becken gefüllt war.
Während die in den Uniformen schwitzenden Durchdiener in der Mittagssonne ihre Monsterleitung bauten, durften sie die auf Gummibooten vorbeitreibenden Badenden etwas neidisch beobachten. Trotzdem wurden die geübten Handgriffe zum Bau des Wasserbeckens und der Leitung rasch und kompetent ausgeführt – und als alles zum Gebrauch erstellt war, auch sofort wieder abgebaut.
Die Übung war deshalb beim Eintreffen des «Anzeigers» schon fast wieder beendet. Trotzdem liessen es sich Oberstleutnant Jonas Ueltschi und Oberleutnant Kevin Lehmann nicht nehmen, umfassend über die Arbeit der Armee zu informieren, welche in dieser speziellen Übungsannahme durchaus auch zivilen Zwecken dienen könnte.


