Wer viel sät, wird viel ernten

Christoph Lüthi, Gemeindepräsident Rifferswil.
Christoph Lüthi, Gemeindepräsident Rifferswil.

Wer viel sät, wird viel ernten, dies umschreibt ein bewegtes, zu Ende gehendes Jahr in Rifferswil. Einige Projekte und Aufgaben, die in der letzten Legislatur begonnen, angedacht oder in die Wege geleitet wurden, sind in diesem Jahr umgesetzt worden. Sicherlich eines der Highlights war das Renaturierungsprojekt des Jonenbachs, welches durch den Kanton ermöglicht wurde. Eine schon lange notwendige Liegenschaftsstrategie wurde erschaffen, die es in den nächsten Jahren umzusetzen gilt. Mit dem Kauf der Liegenschaft Dorfstrasse 4 wurde im November dieses Jahres der erste Stein dieser Liegenschaftsstrategie gesetzt. Die Verkehrsberuhigung mit der flächendeckenden 30er-Zone auf allen Gemeindestrassen inklusive der kantonalen Verbindungsstrasse, die Ober- und Unterrifferswil verbindet, wurde im dritten Anlauf an der Gemeindeversammlung angenommen. Eine Abklassierung der erwähnten Verbindungsstrasse fand keine Mehrheit, weder an der Gemeindeversammlung noch an der Urne. Die Überarbeitung der Bau- und Zonenordnung dauert länger als angenommen, da bei der ersten Vorprüfung einige Einwände vom Ortsbildschutz eingearbeitet werden mussten. Sie ist für die Beschlussfassung an der Gemeindeversammlung vom 18. März 2026 traktandiert. Die Umsetzung des GEP und der Bau der Bushaltestelle sind ebenfalls erfolgreich abgeschlossen worden. All das konnte mit einem soliden Finanzhaushalt und hohem Eigenkapital pro Einwohner beziehungsweise Einwohnerin ohne Probleme realisiert werden. Personell war es ein schwieriges Jahr in der Verwaltung mit viel Wechsel und Abgängen. Wo Lücken entstehen, kann neues gedeihen, so freue ich mich im Januar, neue Mitarbeitende auf der Verwaltung zu begrüssen. Viele schöne Anlässe, die von der Dorfbevölkerung getragen werden, haben auch in diesem Jahr das Dorfleben bereichert und eine gute Gemeinschaft weiter gefördert. Riffi Märt, Weihnachtsmarkt, Räbäliechtli, Chilbi, Dorfkino, Bibliothek, Dorfbackofen, Riffi Singt und Adventsfenster sind nur einige, die es zu erwähnen gibt. Ich bin gespannt auf den bevorstehenden Legislaturwechsel und hoffe, dass sich die noch vorhandenen Lücken in der RPK, der Schulpflege und dem Gemeinderat mit motivierten Leuten füllen werden. Im kommenden Jahr steht auch schon wieder Etliches an. So wird der Kleinkinderverein räumlich näher an die Tagesbetreuung kommen, damit die Bibliothek die frei werdenden Räumlichkeiten im alten Gemeindehaus beleben kann. Die Verwaltung wird weiter ausgebaut mit einer Liegenschaftsverantwortlichen Person, welche die Strategie umsetzt, und die räumlichen Nutzungen optimieren soll. Dies braucht zusätzlich Platz in der ohnehin schon engen Verwaltung. Mit den frei werdenden Räumlichkeiten der Bibliothek soll mit relativ wenig Aufwand Platz geschaffen werden – für eine modernere und zukunftsweisende Verwaltung. Werkhof, Feuerwehr und Entsorgen werden am neuen Ort, der Dorfstrasse 4, einen dem heutigen Standard entsprechenden Platz finden. Und, zu guter Letzt wird uns das Wachstum immer wieder herausfordern. Das Ziel soll sein, dass auch neue Rifferswiler und Rifferswilerinnen aktiv am Dorfleben teilnehmen, sich wohlfühlen und stolz sind, in einem solch schönen Dorf leben zu dürfen.

Christoph Lüthi, Gemeindepräsident Rifferswil

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