Wo ein Wal, da auch Wasser
Am Samstag, 7. August, wurde beim Kleinkaliberschützenhaus Chüeweidhölzli in Zwillikon die vierte Ausgabe des Musikopenairs «Dä feschti Wal» gefeiert. 250 Personen trafen sich zu einem tollen Musikfest.
Man kann sich schon langsam fragen, ob Petrus einen Groll gegen den «Wal» hegt. Viermal wurde das kleine Musikfest bisher gefeiert – dreimal begleitet von leichtem Tröpfeln bis hin zu sintflutartigen Regengüssen. Aber abgesehen von Petrus waren alle anderen Beteiligten in bester Stimmung und kamen so richtig auf ihre Kosten. Über 40 freiwillige Helferinnen und Helfer hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, den erwarteten Besuchern ein tolles Fest zu bieten. Weder Corona noch das Wetter konnten sie von ihrem Vorhaben abbringen. So versammelte sich am Freitag in den frühen Morgenstunden eine gut gelaunte Gruppe, bewaffnet mit Hammer, Holz und Schraubenzieher und startete den Aufbau für das musikalische Freudenfest. Am Samstagmittag war dann alles bereit und die ersten Schlammtänzer und Regenanbeterinnen betraten das Feld. Es ging dann auch nicht lange, und die kleine Wiese war matschig und rutschig. Und dennoch kamen immer mehr Leute, die es einfach zu sehr vermisst hatten, im Publikum eines Konzerts zu stehen und sich unter Gleichgesinnten wortwörtlich nass zu machen.
Lichtblick für Freunde der Livemusik
Um 14.30 Uhr eröffnete Noah Schaub den musikalischen Teil des Programms und spätestens ab dann interessierte der Regen niemanden mehr. Es wurde getanzt, gelacht und angestossen, fast als ob alles ganz normal wäre. Das Schutzkonzept der Veranstaltung liess dies auch grösstenteils zu – lediglich Geimpfte, Getestete oder Genesene erhielten gegen Vorweisung eines Zertifikats Einlass. Der Spital Affoltern betrieb ein Testzelt vor dem Eingang, damit niemand draussen bleiben musste. Weitere Unterhaltung am Nachmittag boten dann die Bands «Koala Smoke» und «Central8» bevor es gegen Abend mit «Simply Anything», «Numbitious» und «Dr. Elephant’s Revolution» ein wenig bis sehr rockig wurde. Wer vom Tanzen hungrig wurde, oder mal aus dem mittlerweile knöcheltiefen Schlamm raus wollte, verköstigte sich an einem der zwei vegetarischen Foodstände oder gönnte sich an der Bar einen heissen Kafi Luz. Gegen acht Uhr begann plötzlich alles zu leuchten und ein farbiger Sonnenuntergang lockte die letzten Hocker auf die Tanzwiese, der restliche Abend blieb (von oben) trocken.
Der «FeschtiWal» war abermals ein Lichtblick für Freunde der Livemusik und eine Pause vom coronadominierten Alltag. Bis jetzt sind den Organisatoren aus dem Verein «Musigfründe Säuliamt» keine Coronafälle bekannt und auch am Tag selbst wurde niemand positiv getestet. Das OK ist fest davon überzeugt, dass der «Feschtiwal» auch im nächsten Sommer wieder im Amt auftauchen wird. Denn bis jetzt ist noch kein Regen in Sicht für den August 2022!








