«Wohnen im Alter» nimmt Form an
In Stallikon gibt es am 8. März eine Urnenabstimmung zur Aufwertung des Dorfzentrums

Die Gemeinde Stallikon steht vor einem weiteren wichtigen Schritt in Zusammenhang mit der Aufwertung des Dorfzentrums. «Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem sich alle Generationen begegnen können – mit zeitgemässen und bezahlbaren Wohnungen für Familien sowie Seniorinnen und Senioren», heisst es im Beleuchtenden Bericht der Gemeinde, der seit Kurzem auf der Webseite aufgeschaltet ist.
Begonnen hatten die ersten Planungen bereits 2014 mit der Gründung der Projektgruppe «Wohnen im Alter», um ein Wohnangebot für ältere Menschen im Zentrum von Stallikon zu ermöglichen. 2020 plante die Gemeinde das Projekt Landgarten, mit 40 Wohneinheiten in der Kernzone und 15 Alterswohnungen. Verschiedene weitere Abklärungen und Planungsschritte waren allerdings nötig, sodass das ursprüngliche Richtprojekt überarbeitet werden musste. Zuletzt beugte sich Ende August 2025 eine Jury über das Projekt. Das Fazit: «Durch die Überarbeitung konnte das Wohnungsangebot substanziell gesteigert sowie die Kosten pro Quadratmeter Wohnfläche gesenkt werden, ohne die Qualität des Entwurfs massgeblich einzuschränken. Das Projekt fügt sich weiterhin gut in die Umgebung ein, gewinnt durch die Überarbeitung an Klarheit und ermöglicht die Realisierung der Überbauung innerhalb der gesteckten Kostenziele.» Die Grundstücke sollen in das Projekt integriert und von der Genossenschaft Hofgarten (Geho) im Baurecht übernommen werden. Dies ermöglicht es, die Bauten für das «Wohnen im Alter» näher an der Bushaltestelle zu positionieren, was eine attraktivere und barrierefreie Erschliessung der Wohnungen sowie eine Erhöhung der Alterswohnungszahl auf nun 36 mit sich bringt. Mit 39 geplanten Familienwohnungen gäbe es insgesamt 75 Wohnungen. Geplant sind ausserdem ein Gemeinschaftsraum, Gewerbeflächen und ein Dorfplatz.
Das führt nun zu einer Anpassung des sogenannten «Letter of Intent». Dabei handelt es sich um eine Absichtserklärung, die die wesentlichen Eckpunkte der Vereinbarung zwischen der Gemeinde und der Genossenschaft Hofgarten festhält. Damit verbunden ist ein Verpflichtungskredit in Höhe von 1.89 Millionen Franken. Gemeinderat und Rechnungsprüfungskommission empfehlen die Annahme der Vorlage.
Was passiert bei einer Ablehnung
Würde die Vorlage von den Stimmberechtigten an der Urnenabstimmung vom 8. März abgelehnt, bliebe der Letter of Intent in der von der Gemeindeversammlung am 2. Dezember 2020 genehmigten Fassung gültig, schreibt die Gemeinde im Beleuchtenden Bericht. Damit wäre die Wirtschaftlichkeit des Projekts jedoch nicht mehr gegeben. Der Gemeinderat geht davon aus, dass sich die Genossenschaft Hofgarten vom Vorhaben zurückziehen würde. Dies hätte weitreichende Folgen: keine Alterswohnungen in Stallikon auf Jahre hinaus, Wegzug älterer Einwohnerinnen und Einwohner mangels passender Angebote, ein faktischer Neustart ohne Aussicht auf realistische Alternativen, erhebliche Kosten zulasten der Gemeinde ohne jeglichen Nutzen und Stillstand bei den Plänen für eine Aufwertung des Dorfzentrums, so der Bericht.
Im Vorfeld der Urnenabstimmung vom 8. März findet am Mittwoch, 4. Februar, um 19 Uhr in der Turnhalle Loomatt eine Informationsveranstaltung statt


