Ziel erreicht: Alle beginnen eine Lehre

Jahresschlussfest der Lernwerkstatt Bickwil in Obfelden

Nils, Levi, Neal und Julian – ein Teil der erfolgreichen Schulabgänger (von links), flankiert von Stiftungsratspräsidentin Anna-Regula Baer (rechts) und Schulleiterin Regula Hofmann. (Bild Werner Schneiter)
Nils, Levi, Neal und Julian – ein Teil der erfolgreichen Schulabgänger (von links), flankiert von Stiftungsratspräsidentin Anna-Regula Baer (rechts) und Schulleiterin Regula Hofmann. (Bild Werner Schneiter)

Im Rahmen des traditionellen Jahresschlussfestes hat die Lernwerkstatt Bickwil in Obfelden eine Schülerin und sieben Schüler verabschiedet, durchwegs mit Erfolgsmeldungen: Alle beginnen nach den Sommerferien eine Lehre.

In der Stiftung Lernwerkstatt Bickwil (LWB) finden Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen im schulischen, sozialen oder emotionalen Bereich Aufnahme – etwa dann, wenn der Abschluss an einer öffentlichen Schule nicht gewährleistet werden kann. So erfahren sie in der Tagesschule individuelle Förderung in schulischer und sozialer Hinsicht – mit dem Ziel, die Jugendlichen auf ihr weiteres Leben vorzubereiten.

Das ist im nun abgelaufenen Schuljahr vortrefflich gelungen: Für alle konnte eine Anschlusslösung gefunden werden. «Ich habe an der Schule neue Freunde gefunden», sagt Marco, derweil Levi nach eigenen Worten «selbstständiger geworden ist». Alle haben sie – wie sie in ihren Kurzstatements bekräftigen – viel gelernt, sind selbstsicherer geworden, haben von einem guten Umfeld profitiert und grösstenteils die Wunsch-Lehrstelle bekommen. Leon beginnt eine KV-Lehre, Sofia eine Anlehre als Floristin, und Nils geht sogar ins Kurzzeit-Gymnasium. Neal lässt sich zum Automobilfachmann ausbilden, Julian als Logistiker, Levi als Fachmann Apotheke, und der andere Nils absolviert eine landwirtschaftliche Ausbildung, derweil es Marco in die IT-Branche zieht. Sie alle präsentierten ihre Abschlussarbeiten und durften aus den Händen von Schulleiterin Regula Hofmann und Lehrer Raphael Arnold Geschenke mitsamt guten Wünschen entgegennehmen.

25 Jahre LWB

«Alle haben nun eine gute Anschlusslösung gefunden und verlassen die Schule mit gut gefülltem Rucksack», sagte Stiftungsratspräsidentin Anna-Regula Baer. Sie wandte sich auch an die Eltern, die nun ihre Kinder ins eigene Leben entlassen – mit einem guten Fundament, auch dank Jobcoach. «Sie haben miteinander und voneinander gelernt und werden ihren Platz finden», ist die Präsidentin überzeugt und gleichzeitig erfreut darüber, dass die LWB mit ihren Kompetenzen über einen guten Ruf bei der kantonalen Bildungsdirektion verfügt. Die Stiftung feiert dieses Jahr ihr 25-Jahre-Jubiläum und lud aus diesem Grund einen Tag vor dem Abschlussfest Ehemalige zu einer kleinen Feier ein. 145 haben seit der Gründung der Schule im Jahr 2001 besucht. Jubiläen feiern auch Elena Di Nolfi (seit 10 Jahren Köchin) und Adrian Aschwanden, der seit 20 Jahren als Turnlehrer wirkt.

Zum guten Ruf tragen die Lehrkräfte und Schulleiterin Regula Hofmann bei, die ihr 15-Jahre-Jubiläum feiert. «Und das Herz der Schule ist», wie Anna-Regula Baer sagte. «Wir sind auch der Familie Spinner als Areal-Eigentümerin dankbar, die uns seit Jahren eine Heimat gibt», fügte sie an. (-ter.)

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