Zug um Zug entstehen neue Spielfelder

Der Bonstetter Verein SportsBox hat öffentliche Schachplätze in Bonstetten und Affoltern initiiert

Sie spielten in Bonstetten die erste Partie Schach auf öffentlichem Grund (von links): Natalie Sigg, Patrick Zumstein, Arianne Moser und Guido Wild. (Bild Florian Hofer)

Sie spielten in Bonstetten die erste Partie Schach auf öffentlichem Grund (von links): Natalie Sigg, Patrick Zumstein, Arianne Moser und Guido Wild. (Bild Florian Hofer)

Patrick Zumstein (links) mit Natalie Sigg und Gemeinderat Markus Gasser im Arche-Park in Affoltern. (Bild zvg)

Patrick Zumstein (links) mit Natalie Sigg und Gemeinderat Markus Gasser im Arche-Park in Affoltern. (Bild zvg)

«Schach ist eine universelle Sprache und Schach liegt im Trend.» Das sagt der Bonstetter Patrick Zumstein. Er hat zusammen mit weiteren Freunden des Denksports zwei Schachfelder im öffentlichen Raum im Knonauer Amt initiiert. Am Mittwoch wurde ein Schachfeld in Affoltern am Arche-Pärkli eröffnet, ein weiteres am Freitagabend in Bonstetten auf dem Dorfplatz.

Das Ganze ist ein Projekt des Bon­stetter Vereins SportsBox. «Dieser wurde 2018 gegründet – mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe für Randsportarten zu leisten, die weder im medialen Rampenlicht stehen noch von grossen Sponsoringgeldern profitieren», erzählt Zumstein.

Figuren bestehen aus altem Plastik

Seit Beginn engagiert sich der Verein für eine aktive Gesellschaft und innovative Bewegungsangebote, welche Sport niederschwellig und alltagsnah zugänglich machen. Vor zwei Jahren entstand daraus das Projekt Chesshive. Die Chesshives sind fix installierte Schachfelder an zentralen Orten im öffentlichen Raum. Gespielt wird mit King-Size-Figuren, hergestellt aus Plastikmüll aus dem Meer, die via QR-Code auf chesshive.org reserviert und genutzt werden können. Der Code ist auch an den Boxen neben den Schachfeldern angebracht. Dazu sagt Zumstein: «Ziel ist es, lokal etwas zu bewegen – mit dem Schachspiel als ­universelle Sprache, die Generationen verbindet und Menschen unabhängig von Herkunft oder Hintergrund ins Gespräch bringt.» Dabei kam ein bedeutender Impuls durch einen Jurypreis, der im Januar 2024 von der Clientis Sparcassa 1816 vergeben wurde (der «Anzeiger» berichtete).

Dankbar zeigt sich Zumstein auch gegenüber den Gemeindeverwaltungen: «In Bonstetten hat Gemeinderat Guido Wild den Platz und den Bau des Feldes unterstützt, in Affoltern unterstützte Gemeinderat Markus Gasser mit Standortwahl und Übernahme der Spielfeldzeichnung.» Bei der Eröffnung am ­Freitag in Bonstetten war auch Gemeindepräsidentin Arianne Moser anwesend. Auch sie begrüsste das Projekt und bewegte zusammen mit Guido Wild, Patrick Zumstein und Natalie Sigg von der Clientis Sparcassa 1816 die ersten Bauern und Rössli. Moser machte zudem darauf aufmerksam, dass man auf dem Dorfplatz beim Schachfeld auch Pétanque spielen könne. Die dazugehörenden Kugeln sind über den QR-Code an der NBO mit den Schachfiguren zugänglich.

Das erste Schachfeld aus diesem Projekt wurde in Thalwil eröffnet, jetzt sind es schon drei. In der ganzen Schweiz sollen 100 weitere folgen.

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