Zusätzliche «Treegatoren»
Seit zehn Jahren sind die Bewässerungssäcke erfolgreich im Stadtgebiet im Einsatz

Momentan schiessen sie im Knonauer Amt wie Pilze aus dem Boden: Treegatoren. Wo man hinsieht, findet sich so ein Bewässerungssack um die Stämme von Bäumen. Neu sei das jedoch keineswegs, wie Natalie Kuratli Auskunft gibt. «Die Treegatoren sind in der Stadt Affoltern bereits seit zehn Jahren im Einsatz», so die stellvertretende Stadtschreiberin. Man könne sich das Ganze vorstellen wie eine Tragtasche mit Reissverschluss. Meist werden gleich zwei solcher Treegatoren um den Baumstamm befestigt. Unten habe es zwei kleine Löcher, durch die das Wasser dann langsam hindurch riesele. «Wenn man stattdessen einfach ein en ‹Gutsch› Wasser gibt, dann kann der Baum das gar nicht alles aufnehmen und es versickert», erklärt Kuratli weiter. Die Bewässerungssäcke würden vor allem da eingesetzt, wo es wenig Erdsubstrat hat. Das Wurzelvolumen reiche dort nicht aus, dass der Baum Wasser tiefer aus der Erde aufnehmen könnte. Vor allem betrifft dies Strassenbäume.
In Affoltern sind diese Treegatoren von Frühling bis Herbst im Einsatz, speziell in den wärmeren Monaten von Juni bis September. Gerade wurden für die Bäume um das Stadthaus zusätzliche angeschafft. Sie werden zwei- bis dreimal die Woche mit Wasser gefüllt. Auf die Frage, wie sich das mit dem Wassersparen vereinbaren lasse, erklärt Kuratli, dass das erfahrene Personal des Werkhofs mit Augenmass nur dort wässere, wo nötig.


