Zusammenarbeit im Oberamt

An der Rifferswiler Zukunftswerkstatt im Herbst 2016 wurden Ideen und Lösungsansätze zur Entlastung der finanziellen Situation erarbeitet. So wurde etwa eine verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden angeregt. Jetzt ist ein erster Schritt in diese Richtung erfolgt.

Finanziell stehen die vier Gemeinden Aeugst, Hausen, Kappel und Rifferswil ganz unterschiedlich da und mit Ausnahme von Rifferswil drängt sich in keiner Gemeinde die Frage nach einer Fusion zur Entlastung der Gemeindefinanzen auf. Eine Gemeindefusion ist deshalb zurzeit kein Thema, eine verstärkte regionale Zusammenarbeit in einzelnen Bereichen wollen die vier Gemeinden jedoch prüfen. «Bereit sein für die Zukunft» ist für alle Gemeinden die Motivation, sich im gemeinsamen Projekt zu beteiligen. Bereit sein heisst für die Gemeinden im Oberamt, sich mit den gesellschaftlichen Veränderungen auseinanderzusetzen, die Entwicklung aktiv zu verfolgen und Lösungen zu erarbeiten, damit Behörden und Verwaltung auch in Zukunft professionell, bürgernah und effizient arbeiten können.

Projektorganisation bestimmt

In einem ersten Schritt legten die Gemeinden die Projektorganisation fest. Die Projektleitung liegt in den Händen der vier Gemeindepräsidenten und der Gemeindeschreiber. Die Gemeinderäte und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen werden punktuell in den Prozess einbezogen, sodass alle Aspekte aus Politik und Praxis bedacht werden können.

Mit Blick auf die Behördenwahlen im kommenden Jahr sollen bis Ende 2017 erste konkrete Vorschläge und Umsetzungsideen ausgearbeitet sein. Im Vordergrund stehen nicht kurzfristige Verbesserungen. Ziel ist vielmehr eine mittel- und langfristige Strategie, die den Gemeinden Chancen eröffnet, die stetig steigenden Anforderungen an Behörden und Verwaltungen teilweise gemeinsam zu bewältigen. Denkbar sind beispielsweise eine Konzentration von Verwaltungsaufgaben, sodass Stellvertretungsfunktionen besser gewährleistet werden können und weniger externe Dienste beansprucht werden müssen oder der Aufbau einer gemeinsamen Lehrlingsausbildung, um den Berufsnachwuchs zu fördern. Und nicht zuletzt geht es auch darum, die finanziellen und politischen Handlungsspielräume der beteiligten Gemeinden zu verbessern.

Ruedi Müller, Gemeindepräsident Aeugst

Stefan Gyseler, Gemeindepräsident Hausen

Kurt Bär, Gemeindepräsident Kappel

Marcel Fuchs, Gemeindepräsident Rifferswil

Weitere Artikel zu «Bezirk Affoltern», die sie interessieren könnten

Bezirk Affoltern27.08.2026

Müller‑Mehrheit – und die Säuliamt‑Spezialitäten

Offizielle Namensdaten: Im Bezirk Affoltern dominieren die grossen Schweizer Klassiker
Maschwanden fällt aus der Reihe
Bezirk Affoltern27.08.2026

Maschwanden fällt aus der Reihe

Fortsetzung: «Müller-Mehrheit – und die Säuliamt-Spezialitäten»
Ungleiches Abstimmungsbudget? Schweizweit, so auch im Knonauer Amt, finden sich viele Plakate, die für eine Annahme der Neutralitätsinitiative werben, wie dieses hier in Affoltern. Solche für die Ernährungsinitiative sind eher selten zu sehen, we
Bezirk Affoltern27.08.2026

Neutralität und Ernährung im Fokus

Über diese zwei nationalen Abstimmungsvorlagen gilt es, am 27. September an der Urne zu befinden